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Totaler Mist, die Welt, die. Gründe aus der KW 15

Auch in dieser Woche war die Menschheit nicht untätig, um zu beweisen, dass die Welt totaler Mist ist. Anfangen werde ich mit dem Menschenkind, dass sich überlegt hat mal seine Freundin mit der Wumme zu bedrohen. Die tollen Zeitungsmacher von der NOZ haben den Artikel schon in ihrem Archiv versenkt, sodass es keinen Link gibt.

Obwohl Weihnachten schon vorbei ist, haben im Süden der Republik ein paar Leutchen sich einiger hundert Karpfen illegal bemächtigt.

Diebe klauen 600 Karpfen aus Teich

Cadolzburg (ddp-bay). Unbekannte haben etwa 600 bis 700 Karpfen aus einem Fischteich im Landkreis Fürth gestohlen. (Quelle: Augusburger Allgemeine)

Die nun auf Jahre mit Fisch ausgestatteten Diebe werden wohl in Zukunft ihre Familien mit Karpenmenues mit vielerlei Variationen quälen.

In der Hauptstadt Berlin ist die BVG nicht in der Lage die Strafgebühren für das Schwarzfahren eintreiben. Das mag vielleicht für den einzelnen gut sein, aber insgesamt werden dann die Fahrpreise steigen.

Im Tagesspiegel Artikel von 8. April 08 heißt es dazu:

Im vergangenen Jahr habe das Landesunternehmen Fahrgästen, die ohne gültigen Fahrschein unterwegs waren, 12,7 Millionen Euro erhöhtes Beförderungsentgelt in Rechnung gestellt, schreibt das Blatt unter Berufung auf einen Bericht zum Sanierungsfortschritt der BVG, der am Montag im Aufsichtsrat des Unternehmens beraten wurde. Nur 4,1 Millionen Euro seien demnach bezahlt worden. 8,6 Millionen Euro mussten abgeschrieben werden, weil sich Schwarzfahrer meist als zahlungsunfähig erwiesen.

Wird wohl mal wieder Zeit für ein Sozialticket, das den Namen zu recht trägt.

Manche Menschen lieben ja Pilze. Schön früh in den Wald gehen und welche sammeln. Oder im Supermarkt welche für ein nette Gericht für die Lieben daheim kaufen. Es gibt da aber auch Pilze, die das Gehirn unter Beschuss nehmen. Im Osten Deutschlands hat ein junger Mann sich ein Süppchen gekocht, was nicht gerade für Gourmets geeignet war. Das Ende vom Lied war ein Krankenhausaufenthalt. Gefunden habe ich den “Pilzfreund” in der Lausitzer Rundschau vom 8. April 2008

Der junge Mann, der durch den Konsum der Droge «total ausgeflippt» sei, habe sich beim Zerschlagen mehrerer Scheiben im Aufgang des Hauses eine Arterie aufgeschnitten, informierte Polizei-Pressesprecherin Ines Filohn.

Im Harz ist zur gleichen Zeit eine Familientragödie passiert. Ein Ehepaar und seine vier Kinder haben anscheinend keinen anderen Ausweg aus ihrer Lebenssituation gewusst als Selbstmord zu begehen. Traurig aber wahr.

Nach dem Fund eines toten Elternpaares und seiner vier vergifteten Kinder in Westerhausen im Ostharz erhoffen sich die Ermittler heute nähere Hinweise auf den Ablauf und die Hintergründe des Familiendramas. Quelle: Lausitzer Rundschau.

Dann hat der wegen Betruges und Bestechung verurteilte Ex-Bürgermeister von Nordenhamm seinen Namen geändert um weiterhin Geschäfte zu machen. Tststststsstst.

Der wegen Bestechlichkeit und versuchter Erpressung verurteilte Nordenhamer Ex-Bürgermeister Georg Raffetseder hat offenbar seinen Namen geändert und arbeitet als selbstständiger Unternehmensberater in Vechta. Raffetseder soll nach Medienberichten wieder seinen Geburtsnamen Hellmann angenommen haben. Der ehemalige CDU-Politiker hatte bislang den Namen seiner ehemaligen Gattin getragen. Quelle: NWZ

Warum die Welt totaler Mist ist – Die Woche vom KW 13 2008

Eigentlich fing ja alles gut an: Ostern – letzter Tag. Wer weiß wie lange es ihn noch geben wird, den Ostermontag. Noch mal schön das Festtagsmenü vom Sonntag aufwärmen und rein damit. Zusätzlich noch Kuchen und Kaffee bis zum Abwinken und dann oben drauf ein Ei oder zwei! Fazit: Der Montag war okay.

Am Dienstag als dann alles wieder aus der Festtagsmüdigkeit erwachte ging es los. Es sickerte die Meldung durch, dass der Erfinder des Mambos gestorben ist. Der Künstler “Israel Lopez” ist in die Musikabteilung des Himmels eingezogen. Wirklich kennen, werden ihn wahrscheinlich nur ausgewiesene Tanzfreunde.

Ein Grund warum diese Welt bekloppt ist:

Auf der Autobahn 29 bei Oldenburg ist am Abend des Ostersonntags eine 33-jährige Frau aus dem Warendorf ums Leben gekommen. Das Auto der Mutter von zwei kleinen Kindern wurde gegen 20 Uhr in Höhe der Autobahnbrücke an der Butjadinger Straße zwischen dem dem Kreuz Oldenburg-Nord und Ohmstede von einem rund sechs Kilogramm schweren Holzklotz getroffen, den ein Unbekannter von der Brücke heruntergeworfen hatten.
Quelle: NWZ-Online / Polizei Oldenburg

Jetzt sucht die Polizei nach dem Menschen, der wohl wegen versuchten Mordes oder besten falls für Totschlag zur Rechenschaft gezogen wird. Im Laufe der Woche fand diese Tat krankerweiser Nachahmer. Nun diskutiert man, ob Kameras an Brücken angebracht werden sollen.

Doch schon in diesem Artikel weiß Sebastian Edathy (SPD)

„Wer zur Tat entschlossen ist, wird sie auch trotz Kameras durchführen.“ Quelle: Die Welt Online.

Gut, dass wir wenigstens mal drüber geredet haben.

Am gleichen Tag erfuhr ich aus der Zeitung (Online Ausgabe NOZ), dass die Zahl der Schulschwänzer steigt. Ich hoffe mal, dass es keinen Zusammenhang mit den Holzklotzwürfen gibt.

Einen weiteren Grund, warum diese Welt aus den Angel gerät, fand ich im Osten Deutschlands:

Student tötet Halbschwester, Ex-Freundin und sich selbst. Quelle: Lausitzer-Rundschau

Am gleichen Tag kam noch heraus, dass es eine Friedhofsverwüstung gegeben hatte. 150 Grabmale. Früher sind wir höchstens mal zum Gruseln auf den Friedhof gezogen. Maximum.

Next Reason: Ebenfalls in den “Fünf neuen Bundesländer” haben der eine oder andere Vollhorst einen Anschlag auf den ehemaligen Sozialminister Hans Geisler verübt.

Im Artikel aus der Sächsischen Zeitung (Online) heißt es dazu:

Am Haus des früheren sächsischen Sozialministers Hans Geisler sind am Sonnabendmittag mehrere Flaschen mit einer unbekannten Flüssigkeit entdeckt worden. „Untersuchungen des Landeskriminalamtes haben ergeben, dass es keine gefährlichen Stoffe waren“, erklärte gestern Polizeisprecher Wolfram Hempel. Vom Geruch her könne man auf menschlichen oder tierischen Urin schließen, mutmaßt Radebergs Polizeichef Ulrich Knöpfle. Festlegen lassen möchte er sich aber nicht.

Über die Herkunft zweier Schriftstücke mit Nazi-Parolen aus dem Briefkasten Geislers gebe es noch keine Erkenntnisse. Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben um einen Flyer über Judendeportationen im Dritten Reich und ein mit „Heil Hitler“ unterschriebenes Schriftstück. Ob der 68-jährige CDU-Politiker darin auch persönlich bedroht wird, dazu machte die Polizei bislang keine Angaben. Quelle SZ-Online 25. März 2008

Wenn das ganze nicht so armselig wäre, wäre ich gerne dabei gewesen, wie die Beamten des Landeskriminalamtes an den Flaschen gerochen habe, um festzustellen, dass es um Urin handelt.

Aber dann kamen die ganz großen Dinge. Und nur ein Wort kann beschreiben, was da passiert: “Scheitern”. Das schöne Verb wurde fast inflationär gebraucht. Das scheitert der Transrapid, weil endlich mal einer mit spitzem Bleistift nachgerechnet hat, was das Ding überhaupt kosten würde. Und wenig überraschend: Es wird doppelt so teuer. Jetzt wollen sie das ganze technische Wunderwerk an die Chinesen verticken. Die lehnen aber nicht nur aus dem Grund ab, weil sie es viel billiger kopieren können (Nur ne Mutmaßung!). Das einzig positive finde ich ja, dass man es wirklich mal abgesagt hat. Nicht wie das Kanzleramt in Berlin (Von geplanten 250 Millionen auf 400 Millionen!), irgendwelche Autobahnen in Deutschland oder der Neubau des Hauptbahnhofs in Berlin (“… Der anno 1997 mit 700 Millionen Euro geplante Abschnitt kostete laut Bahnangaben 1,2 Milliarden Euro…” Wikipedia)

Nun ja. Bayern will jetzte trotzdem den Anteil des Bundes haben. Schaun mer mal.

Außerdem scheiterten noch die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und der Verkauf der Airbus-Werke. Mein persönliches Scheitern waren die Lottozahlen vom Mittwoch.

Mann oh Mann.