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GunTah in Dortmund – Schlussakkord

Bevor Pfingsten schon wieder vor der Tür steht habe ich mir jetzt den letzten Teil meiner kleinen Reportage vorgenommen. Der Sonntag Die Nacht von Samstag auf Sonntag war davon geprägt, dass ich Herrn Ahly mal gehörig eins vorgeschnarcht habe. In einem persönlichen Gespräch gestand er mir später, dass er dachte, ich würde verrecken. Naja. Vielleicht doch mal wegen der Schnarcherei zum Arzt gehen. Ansonsten bin ich ziemlich früh wach geworden. Da ich ein Alter erreicht habe, in dem senile Bettflucht eintritt, habe ich mich vorsichtig in die Küche geschliechen und irgendwas mit Schokolade gegessen. Danach habe ich einen Kaffee gemacht und – Menschen, die mich kennen wissen, was jetzt kommt – rauchte eine!

Als dann nach der dritten oder fünften Kippe die anderen auch mal wach waren, haben wir geduscht. Nein. Nicht zusammen, sondern einer nach dem anderen. Der Sven war so gut Brötchen aufzutreiben und wir frühstückten gemütlich bei Tee, Erdbeermilch (Sven) und Kaffee (Guntah). Danach wurde ein Schlachtplan entworfen und wir beschlossen uns in Richtigung BVB Stadion aufzumachen. Wer weiß, ob wir den Weg noch mal brauchen, wenn der HSV dort um den Titel in der Champions-League spielt.

Blick aus dem Svensen Küchenfenster in Dortmund

Blick aus dem Svensen Küchenfenster in Dortmund

Früher mal erfolgreich - heute nur noch Fassade - Der BVB

Früher mal erfolgreich - heute nur noch Fassade - Der BVB

Das neue Stadion des BVBs weiß durchaus zu beeindrucken. Hoch sind die Ränge und ebenso die Zäune, damit keine Flitzpiepe einfach rüberklettert, um sich für “Umme” ein Spiel anzuschauen. Aber was wesentlich interessanter war, war das gute alte Stadion “Rote Erde” genau neben dem Stadion. Dort gab es ein gemütliches Cafe. Anständige Toiletten im Stil meiner alten Grundschule. Fünfzig Mann können da garantiert nebeneinander stehen und pinkeln! Es gabe folgende Getränke Bier (Sven), Cola (Ahly) und Kaffee (Guntah). Wir haben ein paar Sportlern zugeschaut, wie sie ihre Runden gedreht haben und uns über Fußball unterhalten. Das war nett. Ich habe dann noch eine prima Bratwurst gegessen.

Rote Erde Dortmund

Rote Erde Dortmund

Guntah und Rote Erde Dortmund

Guntah und Rote Erde Dortmund

Dann war es auch so langsam an der Zeit mal gepflegt zu grillen. Zu diesem Zweck sind wir in einen stadtbekannten Dortmunder Park gegangen. Freundlicherweise hat man ihn Westpark genannt. Das konnte selbst ich mir merken. Dort haben wir uns unter einen Baum gepackt. Allerdings haben wir zum Grill-Event Zuwachs bekommen. Ein Kumpel vom Sven, der Andre, gesellte sich zu uns.

Los ging es mit dem Grillen:

Grillen im Westpark Dortmund Guntah

Grillen im Westpark Dortmund Guntah

Und endlich war dann auch die Wurst (Guntah, Sven, Andre) und das Putenfleisch (Ahly) fertig. Hier ein Food-Porno, der billigeren Art:

Foodporn Wurst Dortmund

Foodporn Wurst Dortmund

Vielleicht kennt der eine oder andere das ja – Grillen wird irgendwann langweilig. Deshalb haben wir sämtlichen Müll in den nächsten Eimer gepackt. Kurz gewartet, ob es anfängt zu brennen und sind dann in das angrenzende Cafe gegangen. Dort haben wir dann was getrunken. Bier (Sven), Kola (Ahly) und Kaffee (Guntah). Andre ist vorher ab nach Hause. Bei einigem dummen Rumgelabert und Leute anglotzen, verbrachten wir dann noch ein oder zwei Stündchen dort, bevor der Ahly und ich uns wieder auf dem Heimweg nach Hamburg machten!

Heimweg Dortmund Hamburg

Heimweg Dortmund Hamburg

So. Endlich fertig. Nächste Reise kann kommen! War nett bei dir Sven!

Der letzte Guntah Dortmund Rest

Ja. Ich bin es noch schuldig geblieben. Den letzten Teil meiner Reise nach Dortmund. Aber in der Zwischenzeit musste ich einfach dies organisieren und durchführen. Das hat Zeit gekostet. Und deshalb diese Sendepause.

Nach dem wir nun endlich den Einweggrill in der Plastik-Taschen hatten, ging es zur Wohnung vom Sven zurück. Zig Stufen raus und oben – nach einer längeren Verschnaufpause – wurde das nächste Bierchen geköppt. Ich hatte die ganze Zeit das Lied von Frank Baier “Über unseren Kohlenpott” auf den Lippen. Der Sven kannte es nicht. Ist aber witzig, ehrlich. Dann stand es an in den “Hafen” von Dortmund zu gehen, weil Dr. Ahly und ich gerne erleben wollten wie Werder Bremen eins auf den Sack bekommt. Naja. Ist dann ja nichts geworden. Allerdings war die Strandbar, direkt am “Hafen” von Dortmund gelegen ganz passabel für das Ruhrgebiet. Für uns Jungs auf Hamburg natürlich nur ein Witz! Aber ein charmanter.

Philipp glotzt in Dortmund Fußball Guntah

Philipp glotzt in Dortmund Fußball Guntah

Dortmund Hafen Guntah

Dortmund Hafen Guntah

Dann wurde es nichts mit dem Sieg gegen unseren Erzfeind aus der Pupi-Stadt Bremen und wir weinten gemeinsam in unser Bierglas. Bis auf Dr. Ahly, der in seine Cola. Wir tranken dann noch ein paar Bierchen mehr. Redeten über Fußball im Besonderen und Sport im Allgemeinen. Schließlich beschlossen wir noch eine Runde zu drehen und gingen in eine 70er Jahre Retro/Lounge/-Bar. Die war auch ganz kuschelig. Allerdings gab es trotz der Beteuerung von Sven dort kein Abendprogramm mit einem Schallplattenalleinunterhalter. Schade. Da ich dann schon mal ordentliche Kopfschmerzen bekam, sind wir nach Hause und ich habe Dr. Ahly mal richtig einen Vorgeschnarcht!

Sven Bar Dortmund 70er Jahre

Sven Bar Dortmund 70er Jahre

GunTah goes Dortmund Part II – Where the hell is the Einweg-Grill?

Ja. Ja. Die Nudel waren ja lecker. Sehen vielleicht nicht so aus – aber sie waren es. Damit war allerdings die Melodie noch nicht zu Ende gespielt. Es war eher eine Overtüre für den Rest des Abends. Kurz bevor wir alle in eine total verrücktes Fresskoma gefallen wären, haben wir dies mit Bier, Zigaretten und dummen Rumgequatsche über Frauen, Fußball und soziale Dissonanzen in der heutigen Arbeitswelt verhindert. Dann sind wir die gefühlten 2000 Treppen wieder runter und auf die Straße. Zidan haben wir nicht gesehen. Unsere Ziel hieß: Einweg-Grill.

Im Supermarkt umme Ecke war aber nirgends einer zu finden. Also mussten wir in die blühende Innenstadt von Dortmund wandern. Zu Beginn des Klassikers der deutschen Innenstädte – die Einkaufsstraße bzw. Fußgängerzone – waren die ersten blitzsauberen 1-Euro-Geschäfte zu sehen. Leider brauchten wir kein Dies und Das, sondern einen Einweg-Grill und deshalb zogen wir weiter. Irgendwann kam dann ein super Geschäft, welches mit 100% Sicherheit auch in Billstedt, der Reeperbahn oder sonstigen heimligen Hamburger Stadtteilen seine Käuferschaft finden würde.

Nun denn ein bisschen Spaß muss sein. Und die Kombination aus Tabak und Wummen könnte sich in der Zukunft noch mal als sehr wichtige Käuferschicht erweisen. Möchte nicht wissen, wieviele Menschen rauchen und gleichzeitig ne Wumme haben. Außerdem “Rauchende Colts” oder die ganzen Spaghetti Western haben doch gezeigt, dass das Rauchen, Qualmen und Rumballern eine gewisse genussreiche Partnerschaft besitzen. (Anmerkung: Ich rauche zwar – eine Waffe habe ich nicht)

Dortmund Innenstadt!

Dortmund Innenstadt!

Da wir jedoch auf der Suche nach einem Einweg – Grill waren und nicht nach Rauchwaren gingen wir weiter. Vorbei an den typischen lokalen Kaufeinrichtungen, die man fast in keiner Innenstadt Deutschland findet. Echt erstaunlich, dass es auch hier Douglas, H&M, C&A etc. pp. gibt. Nun denn. Endlich gab es einen Tipp! Wir sollten doch mal bei Karstadt oder Kaufhof vorbeischauen. Ich weiß es auch ehrlich gesagt nicht mehr genau, weil ich draußen mit einer total riesigen Flasche Eis-Tee gewartet habe – während Dr. Ahley und Sven rein sind in den Laden. Ist ja sowieso bald für die Katz, ob es Karstadt oder Kaufhof heißt. In zehn Jahren – sage ich mal – gibt es weder das eine noch das andere. Es sei denn sie setzen konsequent auf ein Sortiment aus 1-Euro-Artikeln.

Und dann gabe es doch tatsächlich da einen Einweg – Grill! Und das auch noch zum Schnäppchen Preis. Nur 2,99! Runtergesetzt von 4,99 Euro. Von fast 5 Euro runtergesetzt. Hört mal ihr Verantwortlichen! Ihr müsste euch echt nicht wundern, wenn niemand bei den Preisen bei euch einkauft. In HH kostet ein Einweg-Grill normal (!) 2,99 Euro.

Aber egal! Wir waren glücklich! Und ab nach Hause. Doch davon mehr morgen!

GunTah in Dortmund Part I

Es war ja mal an der Zeit meinen guten Kumpel Sven in Dortmund zu besuchen. Da wohnt er schon seit Jahren und das letzte Mal war ich vor Urzeiten dort. Also beschloss ich da mal hin zu fahren und da ich mich nicht alleine getraut habe, habe ich den Herrn Dr. Ahly gefragt, ob er nicht Bock hätte mitzukommen. Er hatte Bock und wir liehen uns das Auto seiner Ma (Danke!) Am Pfingstsamstag machten wir uns auf den Weg Richtung Süden.  Da man in Hamburg immer Menschen findet, die auch irgendwohin wollen, haben wir die Rückbänke für diese Reise vermietet.

(Kurzes Update: Anscheinend hat mich der Song “DaDaDa” von Trio zu den Satzanfängen inspiriert)

Die erste gute Idee an diesem Tag stammte von Herrn Dr. Ahly, der meinte, es sei wesentlich besser über Hannover zu fahren als eine Slalomtour durch die Baustellen zwischen Hamburg und Bremen zu machen. Und da Bremen uns Hamburger schließlich drei Titel in dieser Saison abspenstig gemacht hat, war es klar, dass wir diese Route meiden. Wir trinken nicht mal das Segel Bier von denen!

Die erste Strecke ging schnurtracks und es gab keinerlei Probleme und wir es ging voran. “Keine Atmenpause – Geschichte wird gemacht – Es geht voran (Fehlfarben!). Allerdings änderte sich dies irgendwo in der Nähe von Bielefeld / Gütersloh. Dort war kurz vor uns ein Unfall passiert und daraus resultierte eine halbstündige Staupause. Während dieser Zeit habe ich ein nettes Bildchen geschossen, welches einen älteren Herren beim Gassi Gehen mit seinem Hund zeigt. Auf der Autobahn!

Gassi Gehen auf der Autobahn!

Gassi Gehen auf der Autobahn!

Verrückte Welt. Doch es ging bald weiter in Richtung Dortmund. Ruhrpott wir kommen! Auf der Einfahrt in die Stadt Dortmund konnte man stetig das schöne “U” der Union Brauerei sehen. Leider ist das Vergangenheit und wie sagte es Hennes Bender einmal sinngemäß:

Überall in der Welt heißen die Sachen Industrieruinen – bei uns heißen sie Industriedenkmäler!

Nun denn. Es ist immer ein guter Zeitpunkt Menschen ein “Lebewohl” zu zu winken, wenn man einen Bahnhof erreicht. Hier war Endstation für unsere vermieteten Rückbänke und nach dem Ausstieg der beiden, warten wir auf den Sven.

Dortmund HBF

Dortmund HBF

Schon an dieser Stelle konnten Herr Dr. Ahly und ich die klasse Architektur im Ruhrgebiet am Beispiel Dortmund studieren und obwohl gerade ich aus dem selben Jahrzehnt stammt wie das meiste um mich herum, war es nicht wirklich grandios. Gott sei Dank kam dann auch der Sven und wir fuhren weiter in seine Wohngegend. In seinem “Kiez”, der irgendwie an einige Harbuger Nebenstraßen im Phoenix – Viertel erinnerte, gibt es eine Pizzaria, in der der Fußballer Zidan (nein, nicht der Franzose, sondern der andere) sich gerne mal eine Funghi oder so bestellt. Seine Karre stand da auch rum. Ein schwarzer Hummer. Der verdient halt Geld und kann sich deshalb auch den Sprit leisten. Aber wir wollten was selbst gekochtes und haben uns für SB (Spaghetti Bolognese) entschieden. In Svens Küche haben Dr. Ahly und ich dann einfach geraucht – ohne zu fragen. Dem Himmel sei es gedankt, der Sven wohnt im vierten Stock und es gab keinen Fahrstuhl, so war auch noch ein bisschen Sport drin. Disziplin: Kiste Bier nach oben tragen.

Spaghetti Bolognese

Spaghetti Bolognese

Das sieht vielleicht nicht so lecker aus. Es war aber sehr lecker! Und das Bier schmeckte auch. Dr. Ahly als Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung alkoholfreier Getränke e. V. trank natürlich nur Apfelsaft. Egal, so hatten wir mehr. Nach einigen Bieren und Zigaretten beschlossen wir für den Sonntag einen Einweg-Grill zu kaufen. Das sollte schwieriger werden als gedacht – aber davon mehr morgen!

GunTah goes Dortmund

Ich fahre mal an Pfingsten nach Dortmund. Mal sehen was da so abgeht. Als Hamburger hoffe ich mal, dass die Ruhrpott Biene Majas mich mit offen Armen empfangen. Ich schau mal, ob ich einen kleinen Reisebericht an den Start bekommen. Vielleicht gewinnt ja Leverkusen das Pokalendspiel und wir fahren in die Stadt des Chemiemultis um zu schauen, ob man dort feiern kann.

“Lost in Leverkusen” nennen ich den Abschnitt. Be prepared!