Was ist nicht schon alles geschrieben und gesagt worden über das Gebäude, welches immer noch in Bau ist und mit ziemlicher Sicherheit dies noch lange sein wird. Schade eigentlich. Die Elbphilharmonie ist gleichzeit mit in Stein gehauener Sicherheit etwas ganz spannendes.
Selten hat ein Gebäude einen solchen anhaltenden Disput ausgelöst, der vielfach weithin sichtbar präsentiert, was passiert, wenn Menschen einen Wunsch bzw. Traum haben und dieser von der Politik geteilt wird. Es entsteht eine reale Baustelle und eine mentale.
Die geistige Baustelle will ich an dieser Stelle mal einfach nicht betreten. Da haftet jeder mit seinem eigenen Verstand und seiner Meinung.
Da ich eher ein Freund des Staunens und des Augen-Offen-Haltens bin, habe ich mich ausdrücklich gefreut, als ich die Gelegenheit bekam an einem sonnigen Tag, an dem zusätzlich noch Hafengeburtstag war, das in Entstehung befindliche neue Wahrzeichen Hamburgs zu besichtigen.
Die ganze Nummer beginnt damit, dass ein jeder sich behelmen muss sowie ein Paar gelbe Gummistiefel anziehen darf und muss. (Hallo! Wir gehen auf eine Baustelle!). Interessanterweise bekommt man seine “Ausrüstung” bei den Magellan Terrassen – in Sichtweite des Baustelle. Genauer gesagt im Elbphilharmonie Pavillon.
Dort befindet sich auch ein Model des im Weinberg Stil gebauten Konzertsaales. Dieses Model schaut man sich durch ein Loch an. Das ist schon irgendwie witzig, weil einige Menschen Gesichter auf die Figuren gezeichnet haben. OZ war jedoch augenscheinlich noch nicht am Werk. Ursprünglich ist es als Model zum Testen der Akustik gedacht! Microphone-Check in groß. Wer mehr über die Akustik wissen möchte, der kann einfach mal sich das Interview mit Yasuhisa Toyota auf der Seite Elbphilharmonie-Leben.de zu Gemüte führen.
Das ganze führt dann dazu, dass man sich durch die Massen von Touristen und Besuchern des Hafengeburtstages durch die Hafencity schlängeln muss. So gehen wenigstens nicht die anderen Mitbesucher der Elbphilharmonie verloren. Also kommt man spätestens nach einem Wimpernschlag bei der Baustelle an und schaut schon beeindruckt nach oben. Das könnte ungefähr so aussehen:
Dann geht es rein in den Schlund! Und zwar fängt die Reise durch das Labyrinth Elbphilharmonie im Basement der Kaiserspeichers an. Das ganze “Zeuch” und “Gedöns”, was in der Vergangenheit hier war, wurde rausgerissen und der gesamte Bereich entkernt. Jetzt gibt es hier zum Beispiel ein knudeliges Parkhaus oder zumindest schon die charakteristischen Drehungen und Wendungen in Beton.
An dem Tag, an dem die Eröffnung gefeiert wird, werden die Besucher des Konzertsaales die Möglichkeit haben mit einer zauberhaften Rolltreppe die fünf Etagen hoch zu fahren. Die Wände der Röhre, in der die Rolltreppe der Elbphilharmonie wohnt, ist mit feinsten Glitzerstaub bedeckt. So erscheint es, als ob durch die Gegend geschwebt wird.
Am Ende des Kaiserspeichers befindet sich eine Plattform. Auf dieser hat der Besucher die Möglichkeit ein wenig von der fabelhaften Aussicht zu genießen, die die Höhe des Gebäudes ganz “Oben” ermöglicht. Das kann sich aber auch schon an dieser Stelle sehen lassen:
Ab hier betritt der Besucher der Elbphilharmonie dann “die heiligen Hallen” des Gebäudes. Der fantastische Mix aus unfertigen Wänden mit Kabelgehänge, Fenster, die teilweise nutzbar sind und teilweise verklebt sind. Oder auch spannende nach Holztreppen aussehende Wege, die auf das Dach der Elbphilharmonie führen. Der Konzertsaal wirkt auf Grund der Stahlkonstruktion, die derzeit noch vorhanden ist, ein wenig klein. Es fiel mir schwer daran zu glauben, dass dort einmal ein paar tausend Menschen sitzen werden. Doch wenn erst die “Balken” weggeräumt sind, wird das schon beeindruckend werden. Da bin ich mir sicher
Damit der Besuch in der Elbphilharmonie eine Höhepunkt findet, ist dieser natürlich auch auf dem höchsten Punkt der Gebäudes angesiedelt. Eine schnuckelige Wohnung, die über drei Etagen führt, ist ganz oben zu finden. Nett, oder. Wenn man bedenkt, was die deutlich tieferliegenden Wohnungen im Marco Polo Tower kosten, ist zu vermuten, dass man ordentlich Kohle auf dem Konto haben muss, um sich die Wohnung zu leisten. Der Ausblick ist jedoch jeden Cent wert:






