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2.10 Worauf ich mal Lust hätte

Neues Jahr. Alte Kopfschmerzen. Mal sehen was es in diesem Jahr so geben wird. Fußball und so. Nun denn. Ich habe mir mal ein paar Sachen vorgenommen.

Gerne möchte ich mal mehr Obst essen. Ein Apfel am Tag etc. Mal gucken, ob ich es hin bekomme. Gerne auch ein paar Bananen. Schließe stamme ich vom Affen ab.

Guntah isst gesundes Obst

Guntah isst gesundes Obst

Dann habe ich echt mal wieder Lust ein bisschen mehr meine Nase in interessante Lektüre zu stecken. Lesen ist ja bekanntlich eine gute Methode der Welt zu entkommen.Durchaus mal was von Herta Müller aber selbstverständlich auch einen kleinen Roman aus irgendeinem Fantasy Zyklus oder ein paar nette Zeilen von grausamen Orks nebenan. Aber auch irgendeinen Quatsch aus dem Bereich Pop-Literatur… Mal sehen.

Guntah - Einfach mal mehr lesen

Guntah - Einfach mal mehr lesen

Dann muss es auch mal wieder fette, phette oder auch phädde Parties geben. So wie im Sommer der God´s Club. Oder eine Party bei jemanden im Wohnzimmer oder in der Küche. Hauptsache es ballert und wir gönnen uns gute Musik vom Plattenteller.

Platten und Vinyl Guntah

Platten und Vinyl Guntah

Anno Dukemal war es in unsere Küche üblich, dass Karten gekloppt wurden. Hossa! Das war doch ein Spaß, der unbedingt mal wieder einer regelmäßigen Routine unterzogen werden muss.

Guntah Karten spielen

Guntah Karten spielen

Und natürlich muss ich da mal ein wenig mehr Pfeife rauchen und die Kippe weglassen. Ist schon irgendwie lockerer und flockig so eine kleine Pfeife. Das macht echt Spaß. Außerdem habe ich super aromatischen Tabak zum Weihnachtsfeste erhalten.

Guntah Pfeife rauchen

Guntah Pfeife rauchen

Der schmale Grad zwischen Kommerz und Kunst – Rene Marik in Hamburg

Ein Hochseilartist muss und sollte, um der eigenen Gesundheit Willen, einen guten Balance Akt zwischen Kunst und Kommerz erledigen können. Genau das dachte ich, als ich am Montag schon wieder einmal im CCH war und dort Rene Malik ansah. Rene Marik? Wer ist datt denn, wird wahrscheinlich ein Gedankenblitz beim Lesen dieser Zeilen lautet. Rene Marik (ich spare mir den Accent) ist der Puppenspieler – nein, nicht aus Mexiko – sondern aus Berlin. Seine Spielchen mit dem Frosch und vor allem dem Maulwurf  “Rapante! Rapante” und “Harge?” haben es schon zu einiger Berühmtheit geschafft. Schaut euch nur mal bei YouTube um. Aber neben dieser klassischen Art des Geldverdienens durch “Schabbernack” wußte Malik an diesem sehr regnerischen Hamburger Montag dadurch zu überzeugen, dass er ein wirklicher Künstler ist und nicht nur mal eben ein paar Handpuppen seinen Arm “hinten” reinschiebt.

Der Autritt fing mit einem selbstgesungen Liedchen an. Malik in Nick Cave Manier mit fetten bzw. gegelten Haaren und einen schwarzen Anzug sang mit wohliger und super Stimme den David Bowie Song “Nature Boy” über die Liebe und all das Zeug. Es war ein düsterer Anfang. Marik alleine auf der Bühne mit einer sehr netten Stimme. Eine gelungene Überraschung.

So sollte der Abend dann auch im Wechsel verlaufen. Handpuppen – Songs – Marik als Berliner Kalle, der nach Dr. Motte sucht und wieder Handpuppen und Songs. Eine Besonderheit war zweifelohne weiterhin das Vortragen von schwüsltiger Lyrik der Autorin, dessen Namen ich vergessen habe. Aber damit auch hier wieder der Bogen von Kommerz und Frohsinn zu künstlerischen Anspruch passt, wurde Kurt Schwitters “Anna Blume und ich” gelesen und untermalt von einigen Akkorden aus der Gitarre von Rene Marik. Sehr schön.

Ende aus die Show – wieder mit Bowies “Nature Boy” und Abgang. Dann natürlich eine Handpuppen Zugabe.

Mein Fazit: Netter Abend mit einer Mischung aus Nick Cave und Entertainer-Elementen á la Las Vegas (Leider ohne Showgirls) gepaart mit Sesamstraßen Handpuppen Comedy.

Guntah war bei Morrissey

Ja. Ich war da. Ein paar andere auch. Allerdings war das CCH ein Rahmen, der irgendwie nichts passte. Das CCH ist ein ödes Kongress Zentrum, in dem Ärzte, Wissenschaftler und sonstige Besserwisser deutlich besser aufgehoben sind als so jemand wie Morrissey. So war zum Beispiel nicht erlaubt während des Auftrittes Getränke mit in den Raum zu nehmen oder der Zutritt wurde beim Auftritt der Vorband nur in den Songpausen gestattet.

Die Vorband:

Doll & The Kicks. Eine richtig gute Band. Ein Mädel – dünn wie ein Laufstegmodel allerdings mit einer richtigen Röhre versehen. Da der Schlagzeuger erkrankt war, haben Doll & The Kicks einen akustischen Gig gespielt. Exzellent kann man nur sagen. Ich habe mir nachher noch für einen Zehner Ihre CD gekauft und Doll, die mit ihrer Frise und dem netten roten Blümchen im Haar ein wenig an die Goldenen Zwanziger erinnerte, unterschriebt sie. Ich hoffe die Band Doll & The Kicks noch einmal bei einem moderaterem Preisniveau in Hamburg sehen zu können. Zur Info: My Space Seite Doll & The Kicks

Ich habe ordentlich ein paar Scheine für das Konzert abgedrückt, damit Wencke und icke möglichst weit vorne sitzen konnten. In 70er Jahre Gedächtnis-Kino-Sesseln haben wir uns dann hingesetzt oder vielmehr reingefletzt als es schien, dass der Auftritt von Morrissey beginnen sollten. Als dann die ersten Takte des Auftaktsonges “This Charming Man” (Watt sonst!) begannen, stürmten ein paar Leutchen nach vorne. Kurz nachgedacht und nachgemacht! So konnten wir das ganze Konzert in Armreichweite zur Band verbringen! Grandios sage ich euch. Ich konnte Morrissey’s ergraute Brusthaare zählen. Nen Traum. Neben uns haben die Smartphone Heinzis alles geknipst und gefilmt, was nicht bei drei aus dem Blickfeld war, sodass bei Youtube etc. ne Menge vom Konzert zu finden sind.

Das Konzert selbst war großes Kino. Morrissey hat die Smiths Fans unter den Zuschauer gut bedient “Chemetery Gates”, “This Charming Man”, “How soon is now” etc. Dabei gibt der feine Herr Morrissey in den letzten Jahren diesen Songs ein mehr und mehr rockiges Gewand. Schließlich ist seine Band mit grandiosen Musiker besetzt: Boz Boorer, Jesse Tobias, Solomon Walker, Matt Walker  und Matt Chamberlain haben allesamt watt auf dem Kasten und können es im Verlaufe des Konzertes auch mal rauslassen. Da wird der Kontrabaß gezupft oder Akkordeon gespielt. Außerdem ist der große Gong und die riesigen Trommeln beim Set dabei. So wurde “How soon is now” zu einem grandiosen Feuerwerk musikalischer Re-Interpretation eines Smith-Klassikers.

Während des Konzerte sagte Morrissey, dass er es schade findet, dass wir uns Hamburger nennen. Ich dachte Morrissey’s Einsatz für Peta sowie vegetarische Ernährung wäre hinlänglich bekannt und auch, dass der Mann Brite ist und dem Völkchen sagt man ja einen gewissen Humor nach. Das haben einige Flitzpiepen nicht verstanden. Sie waren beleidigte Leberwürste und folgerichtig ist der Typ dann auch rausgeflogen, nachdem er meinte, er müsste Morrissey darauf hinweisen, dass er “uns” beleidigt hat. Morrissey meinte schließlich “Fuck off” und lies den Heinzi raustragen. Was ein bisschen untergegangen ist in der Diskussion, ist die Tatsache, dass Morrissey seine Anregungen in Bezug auf Hamburg damit abschloss, dass er erwähnte, dass niemand auf der Welt “Hot Dog” genannt werden möchte. Aber ham se alle vergessen…

Nun denn. Ich bin eher ein Morrissey denn The Smiths Fan. Daher war ich schier aus dem Häuschen, dass solche grandiosen Stücke wie “Teenage Dad on his estate” gespielt wurde. Ein wunderbarer Text. Zeilen wie…

You defer to the views of the television news
Let someone do your thinking for you
And you still buy a daily newspaper
And you find everything there but the news

… sind einfach mehr als genial. Morrissey und seine Band machten immer mal wieder Runden an den Bühnenrand. Boz Boorer guckte immer wie ein britischer Hooligan und Morrissey schüttelte Hände und erzählte ein paar nette Witze wie dass er draußen ein Plakat von ihm und Cliff Richard gesehen hätte. Es macht ihn traurig, dass der Cliff, obgleich 70 Jahre alt, jünger als er aussehe.

Zum Abschluss fragte er nach dem Song, welchen er als Zugabe spielen sollte und der Wunsch “There’s a light that never goes out” wurde mit einem “No!” und einem freundlichen Lächeln abgelehnt.

Ein schönes Konzert und gerade wegen der Nähe ein besonderes Erlebnis.

Sonntag Abend werde ich zum Dorfpunk

Letzte Vorstellung heute. Dorfpunks. Als Kind vom Lande mit waschechtem Schützenfest- und Schnapstrauma ist natürlich Rockos Buch ein Klassiker. Deshalb gehe ich heute noch mal rein in das Stück. Es wird zum 25. Mal gespielt und danach soll es eine Party geben  – der Legende nach. Bin gespannt. Vielleicht schaffe ich es noch nachher was drüber zu bloggen. Wünscht mir viel Spaß!

Eine schöne Idee von Radio.de

Hoerenswert - die Zeitung von Radio.de

Hoerenswert - die Zeitung von Radio.de

Ich finde es eine gute Idee von Radio.de, dass sie ein Supplement anbieten. Es heißt Hoerenswert und ist sowohl in gedruckter Forum als auch als PDF erhältlich.

Das Magazin mit u.a. Interviews ist grafisch nett gemacht und da zeigt sich – so vermute ich mal – der gute Einfluss eines Investoren aus dem Printbereich (Madsack).

“Eine schöne Zeitung habt ihr da gemacht!” – sagt da der gelernte Verlagskaufmann!

(Foto: radio.de)

Kurzer Tipp für Radiofreunde

Mal ganz kurz und knapp: Der Deutschlandfunk (nein, ich mache keine PR für die!) bietet mit seiner Reihe “In Concert” ziemlich nette Live-Aufnahmen von Künstlern verschiedener Genres. So ist in nächster Zeit Sting, ACDC, Jeff Buckley, David Bowie und mehr zu hören.

Eine Terminübersicht gibt es hier!

Da muss ich wohl meinen Kasi wieder anschmeißen!