Category Archives: Guntah Hamburg

Preiswerte Wohnung in Hamburg Wilhelmsburg!

Preiswerte Wohnungen in Hamburg zu finden, ist manchmal genauso schwierig und zeitintensiv wie das Finden der richtigen Partnerin oder des richtigen Partners fürs Leben oder für den Sport etc. Da ist es doch super, wenn die preiswerte Wohnung in Hamburg Wilhelmsburg gleich, quasi vor der Nase verfügbar ist. Dazu ist sie auch noch mobiliert!

Eine Anzeige würde vielleicht so aussehen:

Preiswerte Wohnung in Hamburg Wilhelmsburg

Gesucht wird der individuelle Hipster, der es mag im urbanen Umfeld einer großen Stadt, die gerne Metropole wäre, zu wohnen. Die Wohnung verfügt über einen grünen Bereich, sodass es möglich ist, sich selbst mit Gemüse und anderen Dingen zu versorgen, die man anbauen muss. Der Grünstreifen schließt mit einer Parkmöglichkeit ab, die zum Kurzparken einlädt.

Die Wohngelegenheit liegt idyllisch zwischen zwei Bäumen, sodass ein poetischer Mensch dort sicherlich eine große Inspirationsquelle finden wird. Weiterhin verfügt die Wohngelegenheit über einen super Anschluss zum örtlichen HVV. Der Bus fährt nur eine Ecke weiter ab.

Preiswerte Wohnung in Hamburg Wilhelmsburg

Preiswerte Wohnung in Hamburg Wilhelmsburg


Ferner ist die Wohngelegenheit so gestaltet, dass im Hintergrund eine Textilreinigung auf einen Besuch wartet. Ebenso sind die Besorgungen des täglichen Bedarfs gleich um die Ecke. Eine Bank zum Geldabholen oder auch mal Aufwärmen, wenn es keiner sieht. Ein Fischladen ermöglicht es, eine gesunde Ernährung anzugehen. Die Hamburger Stadtreinigung war so nett in unmittelbarer Nähe einen Mülleimer aufzustellen, sodass die Entsorgung auch kein Problem darstellen sollte. Einen traditionellen Imbiss mit Fernfahrer kompatiblen Speiseangebot befindet sich fussläufig im Rücken der Wohngelegenheit.

Kaution! Na klar. Und Courtage soundso. Licht bitte mitbringen, ebenso wie einen Schlafsack!

Scheiße Parken in der Fährstraße

Aus der Reihe “Scheiße Parken” in der Fährstraße in Wilhelmsburg möchte ich heute diesen fast schon zeitlosen Klassiker der Dummdreistigkeit präsentieren. Irgendein toller Typ parkte seinen SUV Mist so, dass der 13. Bus nicht vorbei kam. Wer vorbei kam, war die Polizei und ein Abschleppwagen! Ich rufe: Viel Spaß in Tiefstack!

Parken in der Fährstraße in Hamburg Wilhelmsburg

Parken in der Fährstraße in Hamburg Wilhelmsburg

Guntah auf und in der Elbphilharmonie

Was ist nicht schon alles geschrieben und gesagt worden über das Gebäude, welches immer noch in Bau ist und mit ziemlicher Sicherheit dies noch lange sein wird. Schade eigentlich. Die Elbphilharmonie ist gleichzeit mit in Stein gehauener Sicherheit etwas ganz spannendes.

Selten hat ein Gebäude einen solchen anhaltenden Disput ausgelöst, der vielfach weithin sichtbar präsentiert, was passiert, wenn Menschen einen Wunsch bzw. Traum  haben und dieser von der Politik geteilt wird. Es entsteht eine reale Baustelle und eine mentale.

Die geistige Baustelle will ich an dieser Stelle mal einfach nicht betreten. Da haftet jeder mit seinem eigenen Verstand und seiner Meinung.

Da ich eher ein Freund des Staunens und des Augen-Offen-Haltens bin, habe ich mich ausdrücklich gefreut, als ich die Gelegenheit bekam an einem sonnigen Tag, an dem zusätzlich noch Hafengeburtstag war, das in Entstehung befindliche neue Wahrzeichen Hamburgs zu besichtigen.

Elbphilharmonie Pavillon Gummistiefel Helme

Elbphilharmonie Pavillon Gummistiefel Helme

Die ganze Nummer beginnt damit, dass ein jeder sich behelmen muss sowie ein Paar gelbe Gummistiefel anziehen darf und muss. (Hallo! Wir gehen auf eine Baustelle!). Interessanterweise bekommt man seine “Ausrüstung” bei den Magellan Terrassen – in Sichtweite des Baustelle. Genauer gesagt im Elbphilharmonie Pavillon.

Elbphilharmonie Modell des Konzertsaals

Elbphilharmonie Modell des Konzertsaals

Dort befindet sich auch ein Model des im Weinberg Stil gebauten Konzertsaales. Dieses Model schaut man sich durch ein Loch an. Das ist schon irgendwie witzig, weil einige Menschen Gesichter auf die Figuren gezeichnet haben. OZ war jedoch augenscheinlich noch nicht am Werk. Ursprünglich ist es als Model zum Testen der Akustik gedacht! Microphone-Check in groß. Wer mehr über die Akustik wissen möchte, der kann einfach mal sich das Interview mit Yasuhisa Toyota auf der Seite Elbphilharmonie-Leben.de zu Gemüte führen.

Das ganze führt dann dazu, dass man sich durch die Massen von Touristen und Besuchern des Hafengeburtstages durch die Hafencity schlängeln muss. So gehen wenigstens nicht die anderen Mitbesucher der Elbphilharmonie verloren. Also kommt man spätestens nach einem Wimpernschlag bei der Baustelle an und schaut schon beeindruckt nach oben. Das könnte ungefähr so aussehen:

Elbphilharmonie Eingangsbereich "Blick nach oben!"

Elbphilharmonie Eingangsbereich "Blick nach oben!"

Dann geht es rein in den Schlund! Und zwar fängt die Reise durch das Labyrinth Elbphilharmonie im Basement der Kaiserspeichers an. Das ganze “Zeuch” und “Gedöns”, was in der Vergangenheit hier war, wurde rausgerissen und der gesamte Bereich entkernt. Jetzt gibt es hier zum Beispiel ein knudeliges Parkhaus oder zumindest schon die charakteristischen Drehungen und Wendungen in Beton.

Elbphilharmonie Kaiserspeicher Parkhaus

Elbphilharmonie Kaiserspeicher Parkhaus

An dem Tag, an dem die Eröffnung gefeiert wird, werden die Besucher des Konzertsaales die Möglichkeit haben mit einer zauberhaften Rolltreppe die fünf Etagen hoch zu fahren. Die Wände der Röhre, in der die Rolltreppe der Elbphilharmonie wohnt, ist mit feinsten Glitzerstaub bedeckt. So erscheint es, als ob durch die Gegend geschwebt wird.

Am Ende des Kaiserspeichers befindet sich eine Plattform. Auf dieser hat der Besucher die Möglichkeit ein wenig von der fabelhaften Aussicht zu genießen, die die Höhe des Gebäudes ganz “Oben” ermöglicht. Das kann sich aber auch schon an dieser Stelle sehen lassen:

Elbphilharmonie Plazza Aussicht

Elbphilharmonie Plazza Aussicht

Ab hier betritt der Besucher der Elbphilharmonie dann “die heiligen Hallen” des Gebäudes. Der fantastische Mix aus unfertigen Wänden mit Kabelgehänge, Fenster, die teilweise nutzbar sind und teilweise verklebt sind. Oder auch spannende nach Holztreppen aussehende Wege, die auf das Dach der Elbphilharmonie führen. Der Konzertsaal wirkt auf Grund der Stahlkonstruktion, die derzeit noch vorhanden ist, ein wenig klein. Es fiel mir schwer daran zu glauben, dass dort einmal ein paar tausend Menschen sitzen werden. Doch wenn erst die “Balken” weggeräumt sind, wird das schon beeindruckend werden. Da bin ich mir sicher

Elbphilharmonie Baustelle Konzertsaal

Elbphilharmonie Baustelle Konzertsaal

Damit der Besuch in der Elbphilharmonie eine Höhepunkt findet, ist dieser natürlich auch auf dem höchsten Punkt der Gebäudes angesiedelt. Eine schnuckelige Wohnung, die über drei Etagen führt, ist ganz oben zu finden. Nett, oder. Wenn man bedenkt, was die deutlich tieferliegenden Wohnungen im Marco Polo Tower kosten, ist zu vermuten, dass man ordentlich Kohle auf dem Konto haben muss, um sich die Wohnung zu leisten. Der Ausblick ist jedoch jeden Cent wert:

Ausblick Elbphilharmonie Richtung Marco Polo Tower

Ausblick Elbphilharmonie Richtung Marco Polo Tower

Schlagseite im Stellwerk

Wenn die Götter es nett mit einem meinen, dann bieten sie am Samstagabend eine Veranstaltung an, die sowohl beim Eintrittsgeld (3,- Euro oder 6 Maark) als auch beim Entertainment Faktor ganz weit oben sind. So war es am Samstag als Schlagseite, der Wilhelmsburger Dandy und Liedermacher einen Auftritt in der exzellenten Lokation Stellwerk im Harburger Bahnhof hatte. Ich also rein in den Bus und dann in die S-Bahn und schon war man da. Prima, dass das Bier 2,50 kostet. Aber ich kann mir hier die Hände wund schreiben, einen so tolle Reportage wie bei der Wilhelm-ine bekomme ich in tausend Jahren nicht hin.
Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Herr Schlagseite richtig gute Lieder zum besten gibt. Ich mag seine melancholische Art und Weise, die er in launische Titel wie “Auch Masshalten muss im Rahmen bleiben” oder “Antiheld” sind irgendwie die Hymnen des kleinen Mannes mit noch weniger Geld, jedoch mit einem Füllhorn voller Ironie und “dem Lachen auch wenn es weh tut” Faktor. Ich finde Schlagsaite super und werde sicherlich zu folgendem Termin erscheinen:

Donnerstag, 03. November: R. J. Schlagseite live in der Deichdiele (Veringstrasse, W.-Burg). Einlass: 09:30h. Beginn: 20:00h.

Ach so. Ein paar Bilder habe ich auch geknipst!

Schlagsaite-nicht-im-bild

Da war er noch nicht da!

Schlagsaite-Stellwerk

Da ging es fast schon los!

Schlagsaite-Wilhelmsburg

Ich finde Schlagseite ist sowas wie der große Bruder von dem Jungen mit der Gitarre, falls den noch jemand kennt. Ich will meer sehn und so.

Verflucht heiß: Die Konspirativen Küchenkonzerte

Schon gilt der Spruch: „Gehe nicht in die Küche, wenn du die Hitze nicht verträgst!“ und diese Aussage hat gerade bei den Konspirativen Küchenkonzerten ein überwältigende Geltung. Da hat sich doch der Guntah gefreut, als er die Gelegenheit bekam bei einer Aufzeichnung dabei zu sein. Ich war schon einmal dort als sie noch nicht beim ZDF im Programm waren und das war schon ein gelungener Abend. Am Montag, den 22.08. war es dann soweit, ich musste nur eine Straße runter laufen und einmal rechts und einmal links abbiegen. Dann war ich da bei den Konspirativen Küchenkonzerten.

Konspirative Küchenkonzerte - Vor der Sendung mit Kulturprominenz

Konspirative Küchenkonzerte - Vor der Sendung mit Kulturprominenz

 

Obwohl sie mit vielen Sachen richtig verschwenderisch umgehen. Kunst und Kultur und Musik. Essen sowieso, gibt es immer nur ein paar Karten für eine Vorstellung. Ich hatte also eine und konnte teilnehmen. Zwar war die Dame am Eingang nicht gebrieft worden oder vielmehr war mein Namen nicht auf der Gästeliste, aber da ich ja ein Ticket hatte, war ich mit von der Partie. Lustig fand ich ihre Frage woher ich denn käme. „Von dahinten“ sagte ich und deutete in Richtung Veringstraße. Es waren an diesem Abend wohl einige Leute unter den Gästen, die woher kamen und daher war ihre Frage nicht ganz unberechtigt. Nächstes Mal sagte ich einfach, dass ich vom Guide Michelin komme, obwohl die ja eigentlich auch nicht sagen, woher sie kommen. Nun denn.

Konspirative Küchenkonzerte - Der Getränke Bus

Konspirative Küchenkonzerte - Der Getränke Bus

Es gab ein kerniges Bier aus Hamburg und auch Brause aus Hamburg aus einem alten Schulbus, der ein wenig dem Model von Otto Mann (Simpson) ähnelte. Freundliche Menschen bedienten die Gäste und wer sich in der Hamburger Kunstszene auskennt, konnte schnell ein paar vertraute Gesichter erkennen. Beim Warten auf den Beginn der Konspirativen Küchenkonzerte schaute ich mir die illustere Schar an Besuchern an. Viele gutgelaunte Menschen, die viel zu tun hatten. Nicht umsonst herrschte eine hohe Smartphone Dichte.

Dann ging es endlich los und wir wurden in die Küche von  Marco Antonio Reyes Loredo (im Folgenden kurz: Marco – Er möge es mir verzeihen) und seiner Mannschaft gelassen. Enno – eigentlich der stumme Servierer – hielt einigen einführende Worte zu der Veranstaltung des heutigen Abends. Es gab den Kunstprofessor Tobias Rehberger und den Hamburger Musiker Andreas Dorau. Schon vorab: Ein phantastischer heißer Abend auf Bierbänken bei exzellenter Musik von schweißnassen Musikern.

Beim Warten auf den Beginn der Sendung merkte man schnell, dass der Besuch an diesem Abend eine exzellente Herausforderung für das Deo unter den Armen war. Ohne, dass auch nur ein Zutat in den Kochtopf geworfen oder ein Interview geführt wurde, war die gefühlte Temperatur des Publikums bei 50 Grad.

Konspirative Küchenkonzerte - Der Getränke Bus

Konspirative Küchenkonzerte - Der Getränke Bus

Der Abend begann seine Fahrt aufzunehmen mit der exzellenten Performance von Andreas Dorau und seiner Band. (Exzellente Perfomance, wollte ich schon immer einmal schreiben). Es folgte das Küchentischgespräch mit Tobias Rehberger über sein künstlerisches Wirken oder besser Denken in der Küche des Gastgebers. Falls es noch ein paar wenige da draußen gibt, die es nicht wissen: Die Konspirativen Küchenkonzerte finden in der Wohnung von   Marco statt. Also war diese Wohnung von Tobias Rehberger umgewandelt worden in eine Installation mit viel weißer Pappe und bunten Tapebändern, die in Streifen hier und da klebten. Lustig war, dass hinter Andreas Dorau ein Spiegel auf diese Art und Weise verkünstlicht würde und der Musiker zur Kontrolle seiner Frise die Pappe anhob. Sehr zu Belustigung des Publikums.

Marco und der Professor unterhielten sich über dies und das. Das kann ich alles hier gar nicht wiedergeben und will es auch gar nicht, schließlich läuft die Sendung am 23. September um 22 Uhr auf ZDF.kultur. Ich muss andauert an Dieter Thomas Heck denken. Hier ist Berlin. Hier ist das ZDF. Nun denn, vielleicht sollte Marco sowas auch mal machen. Hier ist Wilhelmsburg. Hier ist ZDF.Kultur.

Ich kann nur sagen, dass es sich wieder einmal gelohnt hat bei den phantastischen Gastgebern von den Konspirativen Küchenkonzerten vorbeizuschauen. Ist zwar nur um die Ecke – aber eine Welt entfernt.

Wer jetzt sich alle Sendungen reinziehen möchte, der kann dies unter dieser Sendeabfolge machen. Und auch wenn es öde klingt. Mit GEZ bezahlt. (Ich auch!)

Freitag, 26. August, 22.00 Uhr:
Mit Christoph Faulhaber & Kreisky

Freitag, 2. September, 22.00 Uhr:
Mit Armin Chodzinski & Superpunk

Freitag, 9. September, 22.00 Uhr:
Simon Hehemann und Stefan Vogel & Ensemble Resonanz

Freitag, 23. September, 22.00 Uhr:
mit Tobias Rehberger & Andreas Dorau

 

Für mehr Freiluftkinos in Hinterhöfen!

Der eine oder andere wird es wissen, dass ich nicht so ein großer Fan des Kinos bin. Die Säale und die Sitzreihen sind nicht meine Welt. Es geht mir gegen den Strich in einem Saal ein paar Stunden, im schlimmsten Fall, der sich Thin Red Line (Der schmale Grad) nannte, zu sitzen und zu glotzen. Zwar sind die Sessel angenehm und auch Pop-Korn und Cola mag ich schon. Aber im großen und ganzen bin ich kein Mensch, der die Kinosäale dieser Republik stürmt. Seid froh! So habt ihr mehr Platz.

Ich mag es einfach mal aufzustehen und eine Zigarette zu rauchen. Das kann ich natürlich nicht in einem normalen Kino. Das könnte nämlich für eine gewisse Art von Protest bei einigen Besuchern des Kinos sorgen und im schlimmsten Fall löse ich dann noch die Sprinkleranlage aus. Dann haben wir denn Salat. Alles nass und ich muss noch für die Cineasten bezahlen…

Da bin doch immer sehr erfreut, wenn sich Gelegenheiten bieten, großartige Kinofilme oder gar Klassiker der Filmgeschichte in einem Open-Air bzw. Freiluftkino zu sehen. Ich schreie zwar nicht “Hurra” aber ich habe wohl Bock darauf, da mal hinzugehen. Das habe ich auch gemacht.

In Wilhelmsburg gab es bis zum Ende der 80er Jahre (glaube ich) ein richtiges Kino. Die “Rialto Lichtspiele”. Heute ist nur noch die einsturzgesicherte Fassade erhalten. Drinnen gibt es höchstens noch Mäuse- und Rattenkino.

 

Rialto Lichtspiele Wilhelmsburg

Rialto Lichtspiele in Hamburg Wilhelmsburg

Aber seid einigen Jahren, um genauer zu sein, seit 10 Jahren gibt es in Wilhelmsburg ein paar Kinofreunde, die auch an Menschen wie mich denken. Sie haben sich in einem Verein organisiert, der sich Insel Lichtspiele e.V. nennt. Hier werden Filme im Freien gezeigt. In den letzten Jahren war das Kino im Spreehafen und an vielen schönen Orten der Elbinsel unterwegs, so dass der Besucher nicht nur eine super Film bekam, sondern auch einen Aufführungsort, der nicht alltäglich ist. Fast so wie der “Jederman”, der in der Speicherstadt oder in Salzburg aufgeführt wird. Die Filme und die Leinwand an einem Ort, der vielleicht sogar einmal im Mittelpunkt der Handlung des Filmes stand. Grandios.

2011 finden die Insellichtspiele in Wilhelmsburg beim FC Porto statt. Richtig geraten, es ist auf dem Gelände eines portugiesischen Fußballvereines auf der Elbinsel. Das bedeutet: Das Kino ist um die Ecke und die Aufführung findet im Freien statt. Auch bei schlechtem Wetter oder vielmehr auch bei Regen. Den gab es. Jedoch war er nicht so schlimm, als dass der Kinogenuss abgesoffen wäre.

Die Insellichtspiele in Wilhelmsburg

Die Insellichtspiele in Wilhelmsburg

Wie man auf dem Foto so grade erkennen kann, werden die Filme aus dem Anhänger gezeigt. Ein Hauch von Pioneertum in Sachen mobiles Kino machte sich so breit. Am besten war an diesem Auftaktabend sicherlich, dass der Filmmusiker  und Diplom Chemiker Werner Loll mittels eines elektrischen Klaviers die Musikbegleitung übernommen hat. Der erste Abend am Donnerstag den 18. August 2011 stand ganz im Zeichen von Stummfilmklassikern. Die zeichneten sich dadurch aus, dass sie kurz war, aber auf keinen Fall kurzweilig. Die großen Stars jener Zeit: Charlie Chaplin und Buster Keaton waren zu sehen. Aber auch japanische Filme mit einem ersten Hauch von Farbe in den Filmen. Nachkoloriert wahrscheinlich. An diesem ersten Abend haben wir bei preiswertem Bier und Pommes unter anderem die Filme “Der Einwander” und “Out West” gesehen. Faszinierend ist ohne Zweifel, dass die “Filmmusik” von Werner Loll eine Interpretation von ihm war. Oftmals sind die originalen Partituren verloren gegangen. Ebenfalls neu für mich war, dass die Filme eigentlich nur mit 16 Bildern pro Minute gemacht worden sind. Schließlich musste in der Anfangszeit des Kino des Filmvorführer noch ordentlich kurbeln, damit die Bilder laufen lernen. Heute werden die Filme mittels Maschine abgespielt und so kommt es zu den witzigen Szenen mit Slapstick Charakter, weil das Laufen der Protangonisten schnell clownesk wirkt.

Werner Loll bei den Wilhelmsburger Insellichtspielen 2011

Werner Loll bei den Wilhelmsburger Insellichtspielen 2011

Am Freitag stand dann ein unvergesslicher Klassiker und vielleicht auch einer der allergrößte Filme der Welt auf dem Programm. “Panzerkreuzer Potemkin” auf dem Spielplan. Es wurde wieder ein spannender Abend bei Zigaretten, Bier und Rotwein im Freien. Der Film – auch wieder exzellent begleitet von Werner Loll, ist sehr sehenswert. Der Aufstand der Matrosen des Panzerkreuzers gegen die “Mächtigen” oder vielmehr die Führungselite auf dem Mikrokosmos Panzerkreuzer war schon sehr stellvertretend für Rebellion und Aufstände im zaritischen Russland. Der Film selbst hat viele, viele Kontroversen ausgelöst. Propagandha Film oder nicht. Mir ist es egal. Eine Schlüsselszene ist für meinen Geschmack als der Schiffsarzt sich das mit Maden durchsetzte Fleisch für die Matrosen anssieht und sagt, dass es keine Maden wären, sondern nur ein wenig Dreck oder so. Von Filmschnitt und so habe ich leider zu wenig Ahnung, sodass ich nicht beurteilen kann, wie wichtig dieser Film für die Entwicklung des Genres war. Aber es war sehenswert und das reicht mir völlig.

Wer möchte kann noch bis zum 28. August auf die Elbinsel nach Wilhelmsburg kommen und jeden Abend ab 21.30 Uhr im Freien bei kühlen Getränken weitere spannende Filme sehen. Eine Übersicht gibt es an dieser Stelle.

10 Songs für Wilhelmsburg und die Veddel

Wenn man auf der Elbinsel wohnt, da lernt man schon so einiges. Es gibt vor allem viel zu entdecken. Gerade in solchen Bezirken. Immer gut ist natürlich, wenn der Spazierende durch und über die Elbinsel ein paar gute Songs dabei hat.

  • I’m your Pusher von ICE – T.
  • F**k da Police – NWA
  • Message in a Bottle – The Police
  • Hamburger Veermaster in der Variante von Hannes Wader
  • Break on through – The Doors
  • Wir sind viele – Tocotronic
  • Aber anderseits – Die Sterne
  • Rome wasn’t built on a day – The Jeremy Day
  • Theme form Bob the Builder (Bob der Baumeister) “Ja! Wir schaffen das!”
  • In einer Sternennacht am Hafen von Hans Albers

 

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