Archive for the ‘Politik und Medien’ Category

Während ich an dieser Stelle meiner nicht geringen Wut über Thilo Sarrazin ein wenig Luft machte, habe ich gestern auf dem Heimweg etwas gesehen von dem ich denke, dass das Herrn Sarrazin wahrscheinlich gefallen würde, um die Kosten für seine unendliche leere Kasse in Berlin zu deckeln.

DIe Hartz IV Bude

Die “HARTZ IV – BUDE”. Vielleicht wäre das ja was. Man kann hier einfach alle Menschen, die unter Hartz IV Bedingungen existieren, unterbringen. Bei Bedarf den Saft abdrehen oder einfach woanders hinbringen. So z. B. vor die Tore der Stadt. Dadurch haben sie ihren Wohnsitz verlegt, die Stütze muss dann nicht mehr gezahlt werden und Gentifizierung läuft wesentlich schneller.

Share This Post

Was war das denn für eine Woche. Jemand trat zurück und ist trotzdem am Ruder. Die Bayern LB hat wie der Prinz in Kölle Karamellen bzw. Geld verballert. Und zu guter Letzt sind noch ein paar Bundis und Polizisten hübsch in den Urlaub gefahren. Aber nicht irgendwo hin, sondern direkt zu Gaddafi nach Libyen. Tststst. Aber der Reihe nach.

Der erste Grund warum die Welt totaler Mist ist, ist mit Sicherheit der Nachwuchs aus dem Ruhrpott, der in dieser Woche einer Polizistin das Nasenbein mit einem Schlag gebrochen hat. Früher hatte man Angst vor den Ruhrpottlern, weil sie den Norden mit einer Invasion aus Automobilen und schlechtem Deutsch überzogen oder weil sie Fußball spielen konnten. Doch heute, ja heute, muss man vor Ihnen Angst haben, weil sie schon als 13jährige sich mit der Polizei anlegen.

Mit einem gezielten Faustschlag hat ein 13- Jähriger in Witten an der Ruhr einer Polizistin das Nasenbein gebrochen. Quelle: SZ / DPA

Doch nicht nur Mord und Totschlag sorgt dafür, dass die Welt totaler Mist ist, sondern auch der Amtsschimmel. Dieser wieherte in bewährter Art und Weise und nun droht einem Pizzabäcker in Osnabrück Strafe, weil er kein Schild im Fenster hatte.

173,50 Euro soll Hans-Udo Agarius zahlen, weil er es versäumt hat, am Eingang seines Osnabrücker Pizzahauses auf das Rauchverbot im Innern hinzuweisen. Dabei war das Lokal schon rauchfrei, als in fast allen anderen Gaststätten noch gepafft wurde. Und ausgerechnet die Stadt hat dem Pizzahaus als erstem Lokal das Gütesiegel „familienfreundliches Restaurant“ verliehen. Quelle Neue OZ 03.04.2008.

Während sich der Amtsschimmel in Osnabrück mit solchen Dingen beschäftigt, hat die Polizei in Hamburg mit jemanden zu tun, der von der MOPO nur der “Frauenhasser” genannt wird. Der männliche Täter schlägt wahllos auf Frauen ein und man fragt sich da schon, ob er mit dem Klammerbeutel gepudert ist.

Er schlägt meist nachts oder im Morgengrauen zu, rast mit einem Rad an seine Opfer heran – und schlägt mit einem Fahrradschloss zu: Die Hamburger Polizei jagt einen “Frauenhasser”, der in sechs Wochen mindestens fünf Opfer heimtückisch attackiert hat. Quelle: MOPO 03.04.08

Das kleine niedliche Kaninchen nicht nur dazu taugen schöne Kuschel-Atmo zu verbreiten, sondern auch die Aggressivität von Menschen fördern, war für mich neu. Allerdings haben die netten Menschen in Süddeutschland mit diese Woche gezeigt, dass die kuscheligen Vierbeiner gerne mal ein Grund sind, eine Massenschlägerei auszulösen.

Sechs Leute schlagen sich um ein Kaninchen
Ingolstadt (AZ) – Im Streit um ein Kaninchen hat es in Ingolstadt eine wüste Keilerei auf offener Straße gegeben. Fünf Männer und eine Frau prügelten aufeinander ein.

Quelle: Augusburger Allgemeine

Und das ist noch lange nicht das Ende der Mist-Fahnenstange. Sagt man doch manchmal: “Geh mal zu Arzt” oder “Der muss sich mal behandeln lassen!”, so scheint es für jemanden im hohen Norden in dieser Woche eher geheißen haben “Schick doch mal den Arzt zum Arzt” oder “Den Halbgöttern in Weiß eine Lektion erteilen!”. Denn wie sonst kann man sich eine solche Nachricht erklären…

Mit einer ein Kilo schweren Aluminiumstange hat am Freitag ein Patient auf drei Ärzte eines Wilhelmshavener Krankenhauses eingeschlagen. Der 47-jährige Täter war per Unterbringungsbeschluss in die geschlossene psychiatrische Abteilung des Krankenhauses eingeliefert worden. Quelle: NWZ

Spaß sieht anders aus. Aber dann waren ja da noch die Bundeswehrsoldaten und die Polizisten, die in ihrer Freizeit nach Libyen fahren und Polizisten und Sicherheitskräfte ausbilden. Hä? Reicht denen denn nicht die Verteidigung unserer Demokratie am Hindukush? Oder auf dem Balkan oder waren da nicht auch mal welche in Kambotscha? Aber wahrscheinlich liegt es alles nur an ihrer schlechten Bezahlung, denn es wäre ja nicht die ersten Deutschen, die ins Ausland gehen, um eine paar Moneten zu verdienen.

Gratulieren möchte ich an dieser Stelle natürlich dem Koch aus Hessen. Der CDUler ist nun doch Ministerpräsident obwohl er eben von diesem Amt zurückgetreten ist. Möglich macht dies ein Passus in der Verfassung von Hessen, was mal wieder zeigt, was Feudalismus Förderalismus bedeutet.

Dann war da ja noch die Bayern LB, die ordentlich Geld in Immobilien verbrannt hat. Jetzt weiß natürlich wieder niemand wie es kommen konnte. Aber das wundert doch eigentlich keinen. Interessant finde ich, was mit den Häuser aus dieser Immobilienpleite passiert: Abriß!

Share This Post

Yippee. Es gibt ein neues Nachrichten-Portal. Das ungefähr 1000000000 oder so. Jetzt ist der Holzbrinck Verlag auch am Start und hat “Zoomer.de” gelauncht. Wie gewohnt (StudiVZ als Vorbild) hält man es mit dem Datenschutz nicht ganz so genau, wie man bei Don Alphonso in der Blogbar lesen kann. Es erinnert schon fast an die unsägliche Anzahl an Webkatalogen und Listenverzeichnisse, die mit vielen “wichtigen” Internetseiten gefüllt überfüllt sind. Als Chefbetreuer hat man Ulrich Wickert gewinnen können, dem wohl gerade nichts für eine neues Buch eingefallen ist. Lustig finde ich, dass eben dieser demnächst bei einer Vortragsreihe der Holzbrinck Zeitung Volksfreund zu sehen und zu hören ist. Titel: “Gauner muss man Gauner nennen!“.

Bei “Weltenweiser” findet man auch was Längeres über Holzbrincks neues Baby.

Share This Post

Social Bookmarks kennt ja vielleicht der eine oder andere. Dinge mit anderen teilen, empfehlen und und und. “Der Westen” – das Nachrichtenportal der WAZ versucht natürlich auch WEB 2.0 Ansätze in ihr Angebot aufzunehmen. Allerdings ist dem Zuständigen vielleicht entfallen wie man den amerikanischen Del.icio.us Service richtig schreibt.

Share This Post

Die Hannoveraner Allgemeine Zeitung kurz “HAZ” hat seit einiger Zeit eine prima PR Redaktion für ein neues Betriebssystem auf ihrer Startseite. Keine Frage, dass es keinerlei Hinweis auf “Promotion” oder gar “Werbung” gibt.
Schon der so genannte Teaser lässt eine gewisse sprachliche Einfältigkeit bei dem Schreiberling der PR-Agentur des Softwareriesens erkennen:

HAZ PR Werbung

 

Hach! Bloß SECHS MAL der Name des Betriebssystem innerhalb von 36 Wörtern und einer Abbildung. Wahrscheinlich war es nötig, um auch den letzten Leser deutlich klar zu machen, worum es hier geht.

Der seitenlange Artikel, der den Leser natürlich völlig journalistisch unabhängig *hust mit “Sie” anspricht, verfügt über keinerlei Autorenzeile.
Warum eigentlich nicht? Ist der Praktikant der PR-Agentur nur ein namenloses Wesen und durch einen neuen Namenlosen ersetzt worden.

Schön finde ich solche eloquenten Formulierungen wie…

Wenn Sie Vista neben XP installieren wollen, müssen Sie den Rechner erst einmal wie gewohnt unter XP starten. Jetzt legen Sie eine neue Partition für Vista an. Das ist eigentlich ganz einfach – allerdings benötigen Sie dazu eine spezielle Software. In dieser Anleitung beziehen wir uns auf den kostenpflichtigen Partition Manager 6.0 von Paragon (www.partitionsmanager.de, Preis: ab ca. 40 Euro). Wenn Sie einen anderen Partitionsmanager benutzen, richten Sie sich bitte nach dessen Anleitung.

Natürlich ist Paragon “Gold Certified Partner” von Microsoft und warum soll man im eigenen PR-Text nicht mal den guten alten Kumpel erwähnen und vor allem empfehlen!

 

Und damit der PR-Text auch zu Hause in aller Ruhe und möglichst oft gelesen wird, hat die “HAZ” natürlich auch ein Buch zum Thema “Vista” veröffentlicht!

HAZ Buch Vista

Share This Post

Die Axel Springer AG ist mit 49 % an der Lübecker Nachrichten GmbH und mit 50% an der Ostsee Zeitung GmbH & Co. KG beteiligt. Jetzt will der Geschäftsführer Thomas Ehlers beide Verlage fusionieren. Dies konnte man bei der Springer Zeitung “Hamburger Abendblatt” lesen. Es sollen bis 2013 200 Stellen abgebaut werden.

Ein wenig ausführlicher ist der Bericht auf MVregio.de.

Den bisherigen Planungen zufolge sollen dann zehn bis zwölf OZ-Redakteure in Lübeck arbeiten.

Obgleich dieser wirtschaftliche Prozess als Fusion bezeichnet wird, werden wohl neue GmbHs entstehen, die zum einen die Redakteure in eine “Redakteurs-GmbH” unterbringt und zum zweiten eine “Verlags-GmbH”, die die festen Werte (Rechner, Kaffeemaschinen usw.) und die übrigen Mitarbeiter beherbergen soll.

Der Betriebsrat der OZ wird in dem Artikel mit den Worten

Der OZ-Betriebsrat stellt sich nicht gegen die Fusion. Es seien die Rahmenbedingungen, die Probleme bereiten, heißt es. So sollen alle Redakteure in einer “Redaktions-GmbH” zusammengefasst werden, die anderen Mitarbeiter sowie die festen Werte kommen in eine “Verlags-GmbH”. Es gebe dafür aber nur nebulöse Andeutungen. “Wir wollen Garantien”, fordert Betriebsratschef Robert Haberer. Der Mantel sei das Herzstück einer Zeitung. Für ihn wäre eine faire Alternative, wenn in Rostock die Seite 3 für die LN und in Lübeck das Vermischte für die OZ produziert werde. “Das spart Kosten für Umbauten und Umzüge und sichert beide Standorte”, begründet Haberer. Der Stellenabbau müsse nicht sein. Haberer befürchtet, dass nach der Stellenreduktion schlicht die Kapazitäten nicht mehr da sind, um auf regionale Besonderheiten Rücksicht zu nehmen. Der Verlust an Vielfalt sei kalkuliert.

Es ist schon erstaunlich, dass in dem Artikel des Hamburger Abendblatts der Betriebsrat nicht zu Wort kommt und nur Thomas Ehlers.

Es seien keine betriebsbedingten Kündigungen geplant, bestehende Regelungen zur Altersteilzeit würden angewendet. Freiwerdende Redakteurskapazitäten sollen genutzt werden, die regionalen Kompetenzen zu stärken.

Lapidar heißt es im Abendblatt.

Teile der Rostocker Belegschaft hegen Bedenken zu den Fusionsplänen.

Da hat man also wieder einmal die zwei Seiten einer Meldung.

(Quellen:
Hamburger Abendblatt: Fusion Norddeutscher Zeitungen
MVregio: “Deutschlands spannendstes Zeitungsprojekt” – Bedenken in Rostock )

Ergänzung: Die Gewerkschaft Ver.di hat wegen dieser Problematik eine Seite eingerichtet.

Share This Post

Ansonsten schiesst der Herr Niggemeier ja scharf. Alle, die den Kopf zu weit rausstrecken, werden von seiner Tastatur ins Fadenkreuz genommen und verbal abserviert. Jetzt hat er einen Radio-Schnipsel auf seine Seite gepackt, der durchaus hörenswert ist, nach Mutmaßungen der Kommentierenden aber nicht wirklich über den Sender gegangen ist. Lustig ist er aber! (Der Schnipsel und Stefan Niggemeier natürlich auch). Hier geht es zur Hörprobe.

Der eine oder andere kennt vielleicht das Radioarchiv, in dem solche Pannen sowieso zu finden sind. Der Link ist hier.

Share This Post

Auf der Internetseite der Partei konnte man gestern Abend lesen, dass Sie anscheinend nicht so genau wissen, wer öffentlich-rechtlicher und wer privat Sender ist.

NTV ist nicht ARD

Share This Post