Was war das denn für eine Woche. Jemand trat zurück und ist trotzdem am Ruder. Die Bayern LB hat wie der Prinz in Kölle Karamellen bzw. Geld verballert. Und zu guter Letzt sind noch ein paar Bundis und Polizisten hübsch in den Urlaub gefahren. Aber nicht irgendwo hin, sondern direkt zu Gaddafi nach Libyen. Tststst. Aber der Reihe nach.
Der erste Grund warum die Welt totaler Mist ist, ist mit Sicherheit der Nachwuchs aus dem Ruhrpott, der in dieser Woche einer Polizistin das Nasenbein mit einem Schlag gebrochen hat. Früher hatte man Angst vor den Ruhrpottlern, weil sie den Norden mit einer Invasion aus Automobilen und schlechtem Deutsch überzogen oder weil sie Fußball spielen konnten. Doch heute, ja heute, muss man vor Ihnen Angst haben, weil sie schon als 13jährige sich mit der Polizei anlegen.
Mit einem gezielten Faustschlag hat ein 13- Jähriger in Witten an der Ruhr einer Polizistin das Nasenbein gebrochen. Quelle: SZ / DPA
Doch nicht nur Mord und Totschlag sorgt dafür, dass die Welt totaler Mist ist, sondern auch der Amtsschimmel. Dieser wieherte in bewährter Art und Weise und nun droht einem Pizzabäcker in Osnabrück Strafe, weil er kein Schild im Fenster hatte.
173,50 Euro soll Hans-Udo Agarius zahlen, weil er es versäumt hat, am Eingang seines Osnabrücker Pizzahauses auf das Rauchverbot im Innern hinzuweisen. Dabei war das Lokal schon rauchfrei, als in fast allen anderen Gaststätten noch gepafft wurde. Und ausgerechnet die Stadt hat dem Pizzahaus als erstem Lokal das Gütesiegel „familienfreundliches Restaurant“ verliehen. Quelle Neue OZ 03.04.2008.
Während sich der Amtsschimmel in Osnabrück mit solchen Dingen beschäftigt, hat die Polizei in Hamburg mit jemanden zu tun, der von der MOPO nur der “Frauenhasser” genannt wird. Der männliche Täter schlägt wahllos auf Frauen ein und man fragt sich da schon, ob er mit dem Klammerbeutel gepudert ist.
Er schlägt meist nachts oder im Morgengrauen zu, rast mit einem Rad an seine Opfer heran – und schlägt mit einem Fahrradschloss zu: Die Hamburger Polizei jagt einen “Frauenhasser”, der in sechs Wochen mindestens fünf Opfer heimtückisch attackiert hat. Quelle: MOPO 03.04.08
Das kleine niedliche Kaninchen nicht nur dazu taugen schöne Kuschel-Atmo zu verbreiten, sondern auch die Aggressivität von Menschen fördern, war für mich neu. Allerdings haben die netten Menschen in Süddeutschland mit diese Woche gezeigt, dass die kuscheligen Vierbeiner gerne mal ein Grund sind, eine Massenschlägerei auszulösen.
Sechs Leute schlagen sich um ein Kaninchen
Ingolstadt (AZ) – Im Streit um ein Kaninchen hat es in Ingolstadt eine wüste Keilerei auf offener Straße gegeben. Fünf Männer und eine Frau prügelten aufeinander ein.
Quelle: Augusburger Allgemeine
Und das ist noch lange nicht das Ende der Mist-Fahnenstange. Sagt man doch manchmal: “Geh mal zu Arzt” oder “Der muss sich mal behandeln lassen!”, so scheint es für jemanden im hohen Norden in dieser Woche eher geheißen haben “Schick doch mal den Arzt zum Arzt” oder “Den Halbgöttern in Weiß eine Lektion erteilen!”. Denn wie sonst kann man sich eine solche Nachricht erklären…
Mit einer ein Kilo schweren Aluminiumstange hat am Freitag ein Patient auf drei Ärzte eines Wilhelmshavener Krankenhauses eingeschlagen. Der 47-jährige Täter war per Unterbringungsbeschluss in die geschlossene psychiatrische Abteilung des Krankenhauses eingeliefert worden. Quelle: NWZ
Spaß sieht anders aus. Aber dann waren ja da noch die Bundeswehrsoldaten und die Polizisten, die in ihrer Freizeit nach Libyen fahren und Polizisten und Sicherheitskräfte ausbilden. Hä? Reicht denen denn nicht die Verteidigung unserer Demokratie am Hindukush? Oder auf dem Balkan oder waren da nicht auch mal welche in Kambotscha? Aber wahrscheinlich liegt es alles nur an ihrer schlechten Bezahlung, denn es wäre ja nicht die ersten Deutschen, die ins Ausland gehen, um eine paar Moneten zu verdienen.
Gratulieren möchte ich an dieser Stelle natürlich dem Koch aus Hessen. Der CDUler ist nun doch Ministerpräsident obwohl er eben von diesem Amt zurückgetreten ist. Möglich macht dies ein Passus in der Verfassung von Hessen, was mal wieder zeigt, was Feudalismus Förderalismus bedeutet.
Dann war da ja noch die Bayern LB, die ordentlich Geld in Immobilien verbrannt hat. Jetzt weiß natürlich wieder niemand wie es kommen konnte. Aber das wundert doch eigentlich keinen. Interessant finde ich, was mit den Häuser aus dieser Immobilienpleite passiert: Abriß!

Posted: April 5th, 2008 under Politik und Medien |
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