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Musik

Eine Schippe mehr Schnee gefällig?

Kein Problem. Während ja schon Hamburg Frau Holle den leichten Hauch von Aspen über die Alster wehen lässt, geht es natürlich immer ein Nummer besser. Gut, dass man da zu jemanden wie Felix kennt, der die Stadt verlassen hat, um in Seoul seine Moneten zu verdienen.

Der Meister hat so schön über das weiße gefrorene Wasser geschrieben, dass ich hier mal darauf hinweisen möchte.

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Der schmale Grad zwischen Kommerz und Kunst – Rene Marik in Hamburg

Ein Hochseilartist muss und sollte, um der eigenen Gesundheit Willen, einen guten Balance Akt zwischen Kunst und Kommerz erledigen können. Genau das dachte ich, als ich am Montag schon wieder einmal im CCH war und dort Rene Malik ansah. Rene Marik? Wer ist datt denn, wird wahrscheinlich ein Gedankenblitz beim Lesen dieser Zeilen lautet. Rene Marik (ich spare mir den Accent) ist der Puppenspieler – nein, nicht aus Mexiko – sondern aus Berlin. Seine Spielchen mit dem Frosch und vor allem dem Maulwurf  “Rapante! Rapante” und “Harge?” haben es schon zu einiger Berühmtheit geschafft. Schaut euch nur mal bei YouTube um. Aber neben dieser klassischen Art des Geldverdienens durch “Schabbernack” wußte Malik an diesem sehr regnerischen Hamburger Montag dadurch zu überzeugen, dass er ein wirklicher Künstler ist und nicht nur mal eben ein paar Handpuppen seinen Arm “hinten” reinschiebt.

Der Autritt fing mit einem selbstgesungen Liedchen an. Malik in Nick Cave Manier mit fetten bzw. gegelten Haaren und einen schwarzen Anzug sang mit wohliger und super Stimme den David Bowie Song “Nature Boy” über die Liebe und all das Zeug. Es war ein düsterer Anfang. Marik alleine auf der Bühne mit einer sehr netten Stimme. Eine gelungene Überraschung.

So sollte der Abend dann auch im Wechsel verlaufen. Handpuppen – Songs – Marik als Berliner Kalle, der nach Dr. Motte sucht und wieder Handpuppen und Songs. Eine Besonderheit war zweifelohne weiterhin das Vortragen von schwüsltiger Lyrik der Autorin, dessen Namen ich vergessen habe. Aber damit auch hier wieder der Bogen von Kommerz und Frohsinn zu künstlerischen Anspruch passt, wurde Kurt Schwitters “Anna Blume und ich” gelesen und untermalt von einigen Akkorden aus der Gitarre von Rene Marik. Sehr schön.

Ende aus die Show – wieder mit Bowies “Nature Boy” und Abgang. Dann natürlich eine Handpuppen Zugabe.

Mein Fazit: Netter Abend mit einer Mischung aus Nick Cave und Entertainer-Elementen á la Las Vegas (Leider ohne Showgirls) gepaart mit Sesamstraßen Handpuppen Comedy.

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Guntah war bei Morrissey

Ja. Ich war da. Ein paar andere auch. Allerdings war das CCH ein Rahmen, der irgendwie nichts passte. Das CCH ist ein ödes Kongress Zentrum, in dem Ärzte, Wissenschaftler und sonstige Besserwisser deutlich besser aufgehoben sind als so jemand wie Morrissey. So war zum Beispiel nicht erlaubt während des Auftrittes Getränke mit in den Raum zu nehmen oder der Zutritt wurde beim Auftritt der Vorband nur in den Songpausen gestattet.

Die Vorband:

Doll & The Kicks. Eine richtig gute Band. Ein Mädel – dünn wie ein Laufstegmodel allerdings mit einer richtigen Röhre versehen. Da der Schlagzeuger erkrankt war, haben Doll & The Kicks einen akustischen Gig gespielt. Exzellent kann man nur sagen. Ich habe mir nachher noch für einen Zehner Ihre CD gekauft und Doll, die mit ihrer Frise und dem netten roten Blümchen im Haar ein wenig an die Goldenen Zwanziger erinnerte, unterschriebt sie. Ich hoffe die Band Doll & The Kicks noch einmal bei einem moderaterem Preisniveau in Hamburg sehen zu können. Zur Info: My Space Seite Doll & The Kicks

Ich habe ordentlich ein paar Scheine für das Konzert abgedrückt, damit Wencke und icke möglichst weit vorne sitzen konnten. In 70er Jahre Gedächtnis-Kino-Sesseln haben wir uns dann hingesetzt oder vielmehr reingefletzt als es schien, dass der Auftritt von Morrissey beginnen sollten. Als dann die ersten Takte des Auftaktsonges “This Charming Man” (Watt sonst!) begannen, stürmten ein paar Leutchen nach vorne. Kurz nachgedacht und nachgemacht! So konnten wir das ganze Konzert in Armreichweite zur Band verbringen! Grandios sage ich euch. Ich konnte Morrissey’s ergraute Brusthaare zählen. Nen Traum. Neben uns haben die Smartphone Heinzis alles geknipst und gefilmt, was nicht bei drei aus dem Blickfeld war, sodass bei Youtube etc. ne Menge vom Konzert zu finden sind.

Das Konzert selbst war großes Kino. Morrissey hat die Smiths Fans unter den Zuschauer gut bedient “Chemetery Gates”, “This Charming Man”, “How soon is now” etc. Dabei gibt der feine Herr Morrissey in den letzten Jahren diesen Songs ein mehr und mehr rockiges Gewand. Schließlich ist seine Band mit grandiosen Musiker besetzt: Boz Boorer, Jesse Tobias, Solomon Walker, Matt Walker  und Matt Chamberlain haben allesamt watt auf dem Kasten und können es im Verlaufe des Konzertes auch mal rauslassen. Da wird der Kontrabaß gezupft oder Akkordeon gespielt. Außerdem ist der große Gong und die riesigen Trommeln beim Set dabei. So wurde “How soon is now” zu einem grandiosen Feuerwerk musikalischer Re-Interpretation eines Smith-Klassikers.

Während des Konzerte sagte Morrissey, dass er es schade findet, dass wir uns Hamburger nennen. Ich dachte Morrissey’s Einsatz für Peta sowie vegetarische Ernährung wäre hinlänglich bekannt und auch, dass der Mann Brite ist und dem Völkchen sagt man ja einen gewissen Humor nach. Das haben einige Flitzpiepen nicht verstanden. Sie waren beleidigte Leberwürste und folgerichtig ist der Typ dann auch rausgeflogen, nachdem er meinte, er müsste Morrissey darauf hinweisen, dass er “uns” beleidigt hat. Morrissey meinte schließlich “Fuck off” und lies den Heinzi raustragen. Was ein bisschen untergegangen ist in der Diskussion, ist die Tatsache, dass Morrissey seine Anregungen in Bezug auf Hamburg damit abschloss, dass er erwähnte, dass niemand auf der Welt “Hot Dog” genannt werden möchte. Aber ham se alle vergessen…

Nun denn. Ich bin eher ein Morrissey denn The Smiths Fan. Daher war ich schier aus dem Häuschen, dass solche grandiosen Stücke wie “Teenage Dad on his estate” gespielt wurde. Ein wunderbarer Text. Zeilen wie…

You defer to the views of the television news
Let someone do your thinking for you
And you still buy a daily newspaper
And you find everything there but the news

… sind einfach mehr als genial. Morrissey und seine Band machten immer mal wieder Runden an den Bühnenrand. Boz Boorer guckte immer wie ein britischer Hooligan und Morrissey schüttelte Hände und erzählte ein paar nette Witze wie dass er draußen ein Plakat von ihm und Cliff Richard gesehen hätte. Es macht ihn traurig, dass der Cliff, obgleich 70 Jahre alt, jünger als er aussehe.

Zum Abschluss fragte er nach dem Song, welchen er als Zugabe spielen sollte und der Wunsch “There’s a light that never goes out” wurde mit einem “No!” und einem freundlichen Lächeln abgelehnt.

Ein schönes Konzert und gerade wegen der Nähe ein besonderes Erlebnis.

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Schön ist das alles nicht.

Michael ist gestorben. Mensch, der hat mich fast mein ganzes Leben begleitet. Ich kann Geschichten erzählen, die mit Michael zusammenhängen. Parties – na klar. Oder auch einfach nur so seine Mukke hören. Das war schon einer, der irgendwie immer ein Mysterium war. Seine Musik war sauber produziert und wegweisend. Während die Person Michael Jackson eher das genaue Gegenteil war. Ein scheues Reh, welches wie ein Chamälion andauert an einer selbsterdachten Umwelt versuchte sich anzupassen und scheiterte. Vor allem und leider mit zu vielen OPs, die wohl zu Schmerzen und damit zum mutmasslichen Ende eine Legende geführt haben. Ich habe eigentlich seine Eskapaden immer nur am Rande wahrgenommen. Hier gelesen – gesehen und da – zack – vergessen. Ja. Er hat sich operiert. Er hat dies und das vielleicht und mit Sicherheit gemacht. Eines ist aber sicher und ich bin der Meinung, dass das für viele gilt, seine Musik wird einfach unvergessen sein und bleiben. Wenn ich beim Jürgen auf dem 60zigsten Platten auflege und es erschallen die ersten Takte von Billy Jean. Ja. Dann weiß man wie man unsterblich wird. Dann ist für mich Unsterblichkeit ein Song von Michael Jackson.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=_fHoDWc22B0[/youtube]

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Für den lockeren Wochenstart

(danke, Ahly!)

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John Niven – Ein Mann, ein Buch

John Niven, dessen Buch ich hier schon mal empfohlen habe, hat dem Intro Musikmagazin ein Interview gegeben. Es ist zwar schon ein bisschen her (14. April) aber ich habe es noch mal ausgegraben.

Hier mal ein Auszug:

Aber warum ist in Ihrem Buch Stelfox’ Besessenheit von Pornografie und Prostitution so überpräsent?
Überall, wo man vom Ruhm geblendete junge Menschen, machthungrige Alphamännchen und viel Kokain findet, entsteht ein verstärktes Interesse an sexuellen Extremen. Das trifft auf Hollywood zu – und auch auf die Musikindustrie. (Quelle: Intro)

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Gewesen: Von Samstag auf Sonntag: Stundenlang Johnny Cash

Der Deutschland-Funk, im übrigen meiner kleinen Meinung nach, der einzige Grund warum man GEZ Gebühren zahlen muss, sendet in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Rahmen seiner Reihe “Die lange Nacht” einige Stunden über Johnny Cash.

So heißt es da:

“Lange Johnny-Cash-Nacht” folgt den Spuren Cashs: von den ersten Aufnahmen im Sun-Studio bis zum Grab in Hendersonville, einem Vorort von Nashville. Sie zeigt die Bedeutung eines großen Amerikaners über den Tag hinaus – am Beispiel seiner Musik, am Beispiel eines, trotz aller Einbrüche, aufrechten Lebens.

Also einschalten. Einen schönen Whiskey aus dem Schrank holen, die Zigarre anzünden und vor dem Rundfunkgerät auf der Couch ab 23.00 Uhr platz nehmen.

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Ein Stück Vinyl für den iPod

Eine amerikanische Internetseite bietet dem iPod Junkie mit heimischer Vinyl Platten Sammlung an, sich sein eigene iPod Hülle aus einer alten Single Vinyl Scheibe zu ertellen. Ich habe es noch nicht ausprobiert. Aber es sieht ganz lustig aus.

Hier geht es ab nach Amerika.

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Kann man Bücher über “PUNK” schreiben?

Offensichtlich ja. Denn in der Zeit-Online Ausgabe habe ich eine Rezension über John Robbs Buch “Punk Rock. Die ganze Geschichte gefunden.” Nicht gerade wie Punk Rock aber ganz nett heißt es dort:

Mehr als 100 Personen – vorwiegend Musiker – kommen zu Wort. Im Kern beschreibt dieses Kompendium die Jahre zwischen 1975 und 1984. Anders als Jürgen Teipels Buch Verschwende Deine Jugend über den deutschen Punk und New Wave, das im Jahr 2001 erschienen ist, geht es John Robb kaum um Exzesse, Gewalt und Provokatives. Er hat auch all die langweiligen Kleinigkeiten festgehalten, die so wichtig sind, um Lebensgefühle in der Retrospektive begreifen zu können.

Das Buch kostet knapp 20,- Euro und hier die gesamte Rezension auf Zeit.de.

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Elektronisches Wunderland

Da hat sich aber jemand Mühe gemacht und mit viel Engagement einen riesigen virtuellen Scheinwerfer angemacht, um Licht ins Dunkle zu bringen.

Ishkur´s Guide to Electronic Music ist eine Fundgrube und zumindest ein Buch aus der (Elektro)Bibel.

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