Archive for the ‘Guntah und das Leben’ Category

Wahrscheinlich wird es so kommen!

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Das Reisen

In einem Zug ist es immer so, wie auf einer Fahrt durch die eigenen Geschichte. Jeder, der einmal Zug gefahren ist, verbindet mit dem Reisen auf jeden Fall gleich mehrere  Geschichten. Die gute alte Eisenbahn taugt bei aller Verspätung doch immer für Erzählungen, die in ihrer Gesamtsumme locker, flockig die Summe aller bis dato erlebten Verspätungen bei weitem übertrifft.

 

In grauer Vorzeit als  das Rauchen noch in eigens dafür vorgesehenen Waggons oder neudeutsch: Abteilen stattgefunden hat, habe ich einmal eine oder gleich mehrere Geschichten erlebt, die es wert sind, für die virtuelle Ewigkeit festgehalten zu werden.

Der rauchende Jazzmusiker

So bin ich mal von einer Fahrt nach Berlin von der angenehmen Begleitung eines Jazzmusikers überrascht worden. Nein, keine Angst. Es war nicht so, dass da wie in städtischen U- und S-Bahnen bekannt, jemand der in der einen Station einstiegt und sagen wir mal Take Five anfängt zu spielen, um dann beim nächsten Stop wieder auszusteigen. Es war vielmehr so, dass ich in der wunderschönen Stadt Hannover umsteigen musste und einen Zug bestiegt, in dem eben dieser Jazzmusiker saß. Seinen Namen habe ich vergessen. Sein sympathisches Auftreten nicht. Philosophisch gefragt: Ist es nicht wichtiger was ein Mensch macht, als wie er heißt…
Nun denn. Wir saßen so fröhlich beisammen und er schlug mir vor, dass ich doch eine Zigarette von ihm haben könnte. Zu der Zeit habe ich oftmals selbstgedrehte Luis geraucht, wie meine Mutter zu sagen pflegte. Ich musste das leider verneinen, da ich keine ehrliche Lust auf Rothändle ohne Filter hatte. Es war auch noch früh am Morgen und ich bin mir nicht sicher, ob ich mir nicht vielleicht in die Hose gemacht hätte, nachdem ich eine solche Kippe geraucht hätte.  Der in die Jahre gekommene Jazzmusiker erzählte mir mit einer phantastischen Raucherstimme, dass er Trompeter sei. Ich fand das damals sehr spannend, da das Rauchen ja bekanntlich ein wenig den Atmen nimmt aber auch der anderen Seiten ohrenscheinlich eine sympathische Stimme erzeugt.

Cheech und Chongs Wochenration.

Bei einer weiteren Fahrt musste ich als Landei über die bezaubernde Metropole des Grauens Rheine fahren. Rheine, dass ist ein bunter Versuch Großstadt zu spielen ohne dass dabei auf suburbane Kulturphänomene geachtet wird. Hamburg hat dieses Spiel perfektioniert und dazu noch einen Hafen gebaut.

So saß ich dann in Rheine fest und sang das Rheine Bahnhofslied. Es geht so: Alleine in Rheine. Alleine in Rheine. Ein simples Liedchen wie man merkt. Ich saß also bis kurz vor 1 Uhr nachts auf dem kalten Bahnsteig und wollte den 1.30 Uhr Nachtexpress – kurz D-Zug von Amsterdam nach Berlin nehmen. In der Stadt Berlin wollte ich mich imatrikulieren und gleichzeitig ein Zimmer im Studentenwohnungheim Krumme Lanke oder so beziehen. Zu diesem Zeitpunkt wußte ich nicht, dass eine Imatrikulationsbescheinigung nicht sofort ausgestellt wird und das ein Zimmer in einem Studentenwohnheim – egal wo in Deutschland – nicht mal einfach so zu haben ist, wie eine Schachtel BonBons in einem Kiosk.

Um 1.30 Uhr kam pünktlich der Zug. Ich stieg ein und fand ein super old school, old fashion, derbe retromäßig gestaltetes Abteil nur für mich alleine. Ich mochte irgendwie die abgesessene Farbe der Sitze. Diese Weinrot, welches in der Tat für Tränen in den Augen sorgt. Und natürlich der Rauchgeruch von hunderten von Dienstkilometern. Doch ich war jung. Hatte kein Geld und packte mich zum Schlafen auf die Bank.

Nach einem kurzen Rattern wurde ich in der Stadt (?) Minden wach. Ich schaute verschlafen auf das nächtliche Spektakel, welches auf dem Bahnhof von Minden stattfand und entdeckte: Nichts. Irgendwann habe ich mal gehört, dass der Rapper Curse aus Minden kommt. Es kann also durchaus sein, dass er und ich schon mal den gleichen Blick auf das malerische und romantische Nichts des Bahnhofs Minden hatten.  Von soviel Aktion überwältigt schlief ich wieder ein.

In Hannover – auch eine wunderschöne super dupi Stadt  – wurde ich plötzlich von dem brutalen Aufreisen der Abteiltür geweckt. Ein eloquent und charmant wirkender Drogenabhängiger nötigte mich “Doch einmal aufzustehen!”. Da ich ein wohl erzogenes Landei war (bin?), leistete ich dieser netten Aufforderung um 4.15 oder so folge. Das wiederrum hatte zur Folge, das der Heroin Horst sich unter den Sitz bückte und eine Plastiktüte (Model AlDi) hervorzog. Sofort fragte ich mich natürlich: Was ist das drin? Warum habe ich das nicht gesehen. Wie ein Drogenspürhund merkte ich sofort, dass da nicht Grünkohl oder so drinne war, sondern hübsches nettes Weed. Gut, dass da nicht nur eine Plastiktüte war, sondern noch eine zweite auf der anderen Seite des Abteils. Ich freute mich, dass der freundliche Mann mit dem Drogenproblem mir Sorgen wie: Wie verkaufe ich zwei Plasiktüten voller Gras oder Macht es einen guten Eindruck, wenn man zur Immatrikulation zwei Tüten Gras mitbringt, abnahm, indem er die Tütten mitnahm. Danke nochmal, wilder Fremder!

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Ja. Der Rudi! Der Gute! Der hatte schon recht! Und jetzt bitte alle mitsingen!

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Wenn man auf der Elbinsel wohnt, da lernt man schon so einiges. Es gibt vor allem viel zu entdecken. Gerade in solchen Bezirken. Immer gut ist natürlich, wenn der Spazierende durch und über die Elbinsel ein paar gute Songs dabei hat.

  • I’m your Pusher von ICE – T.
  • F**k da Police – NWA
  • Message in a Bottle – The Police
  • Hamburger Veermaster in der Variante von Hannes Wader
  • Break on through – The Doors
  • Wir sind viele – Tocotronic
  • Aber anderseits – Die Sterne
  • Rome wasn’t built on a day – The Jeremy Day
  • Theme form Bob the Builder (Bob der Baumeister) “Ja! Wir schaffen das!”
  • In einer Sternennacht am Hafen von Hans Albers

 

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Da, wo ich aufgewachsen bin, wird das konservative Denken zelebriert. Da sind die Menschen verheiratet, wenn manche auch nur auf dem Papier. Da ist die Welt in Ordnung, wenn auch nur nach Außen und für die Nachbarn und Arbeitskollegen ersichtlich. Das ist aber meiner Meinung nach nicht konservativ. Mich hat es schon immer gestört, wenn der Pfarrer am Ende der Messe seinen Schäfchen empfohlen hat, dass es doch besser wäre eine Partei mit einem “C” und nicht eine mit einem “S” zu wählen. Eine Partei, die “Grün” ist, war schon komplett von seinem geistigen und geistlichen Horizont entfernt. Konservativ wurde in dieser Gegend so interpretiert, dass der Bestand bewahrt werden musste. Es war und ist ein heiliger Gral, dem nachgesetzt wird, der aber einfach nicht da ist. Eine Illusion oder eine Fabel. Etwas, was vielleicht erstrebenswert ist, was aber gerade der Mensch niemals erreichen wird. Deswegen ist diese Art von Konservatismus auch für mich eine Hülle ohne jeden Inhalt. Und eine Hülle, die keinen Inhalt hat, ist leer. Es gabe Sachen dort, die gut waren und vor allem “bewahrenswert”. Ein Zusammenhalt, der meist weit über das reichte, was trockene Gesetzestexte zulassen würden, wenn dass der Maßstab gewesen wäre. Es wurde eine Decke über alles gespannt, was passiert, aber nicht sein darf. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Menschen, die sich scheiden ließen, durften nicht mehr in der Kirche die Kommunion empfangen. Kannte sie aber der Priester, war diese “abgefallene” Schäfchen jemand, der trotzdem am Sonntag mit mir und anderen in einer Reihe stand und die Kommunion empfang. Auch hier galt die Maxime des Praktischen – fast schon als Diktat.

Schepsdorf Lingen Emsbruecke

Schepsdorf Lingen Emsbruecke

Es wurden Menschen in den Kreis der Familie aufgenommen, die weder blutsverwandt noch angeheiratet waren. Es gibt spannende Geschichte von KZ Gefangenen, die später Onkel oder Tante waren, ohne dass es darüber auch irgendeine Diskussion gab. Es gab und sicherlich gibt es diejenigen noch, die wuchsen bei ihre Tanten und Onkels auf und zwar immer in dem Glauben, dass das Mama und Papa sind. Da brauchte es keine Behörde, die irgendwelche Adoptionen regelte oder sonstwas machte. Ich finde das nicht verkehrt. Das ist für mich was “Gutes” am Konservatismus. Ein Kind eine Heimat geben. Eine Familie oder zumindest ein Familienverbund.  Aber ist es noch die Familie, die der medienpropagierte Konservatismus als Familie bezeichnet. Ist dieser Begriff nicht inzwischen durchwässert wie eine Deichanlage? Oder wie die Parteien, die sich als konservativ bezeichnen. Familie, dass sind Menschen, die um mich herum sind, die da sind, wenn “Die Nacht am tiefsten ist”, um die Ton, Steine, Scherben an dieser Stelle ins Spiel zu bringen. Das ist meine Familie und ich denke, dass ich mit diesen Gedanken  nicht alleine bin. Das Konservative in uns allen, dass ist der Wunsch nach etwas Heimat. Ganz egal, wo diese ist. Es ist eine Heimat, die sich nicht in erster Linie vom Geburtstort herleitet, sondern von dem, was Heimat für einen persönlich bedeutet. Natürlich kann es sein, dass da die Heimat als der Ort gilt, an dem man geboren worden ist. Doch sind ein paar Stunden Geburt gleich ein Maßstab für ein ganzes Leben. Kann es nicht mehrere Heimaten geben. Ist nicht jeder von uns ein Migrant auf seine persönliche Art und Weise. “Nehmen Sie die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht.”, das sagte mal jemand, der, so meine ich über jeden Zweifel erhaben ist, nicht konservativ zu sein. Und so ist es doch. Die normative Kraft des Faktischen zwingt uns doch in der heutigen Zeit eine Neubewertung des Begriffes “Konservativ” vorzunehmen oder gar eine Rückbesinnung auf Einstellungen, die tief vergraben in unserer gesellschaftlichen Tradition darauf warten, gehoben zu werden. Natürlich ist es an dieser Stelle ein fatale Irrweg in alte Denkschemen zurückzufallen, die sich in ganz schlimmen Fällen zu einer menschenverachtenden Vernichtungsmaschine entwickelt haben. Überdenken wir doch einfach mal unsere Weg – auch das ist konservativ. Ja, genau konservativ. Das Denken bewahren und nicht abzugeben an irgendwen oder irgendwas? Mit Sicherheit ist der institualisierte Konservatismus in unserem Staatssytem ein Hemmschuh. Aber das bedeutet doch keinesfalls, dass der Staat und die Demokratie Unsinn sind. Erinnert man sich, wer die Demokratie ins Spiel gebracht hat, so haben diese Gedanken schon ein paar tausend Jahre auf der Uhr. Und damit auch etwas was es lohnt, bewahrt zu werden. Ich weiß nicht, ob der Kapitalismus bewahrenswert ist. Ob der Kapitalismus mit seiner Idee des “Gier frisst Hirn” der Maßstab für eine Gesellschaft sein sollte. Ich denke: Nein. Und wie wir sehen, kommt es immer wieder soweit, dass das was wir als Kapitalismus verkauft bekommen, uns an den Rande von Kriegen und anderen unschönen Dingen bringt. Wir sollten uns also wieder auf das besinnen, was es sich lohnt zu bewahren. Der gesunde Menschenverstand, der genau weiß, dass es am besten ist, wenn jeder ein Stück vom Kuchen bekommt, um sich und seine Familie, wie immer er sie definieren möchte, durchzubringen.

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Ok. Jetzt ist es soweit. Frankfurt, das mich fussballerisch seid  Jay Jay Okocha und Cha Bum-kun überhaupt nichts interessiert hat Skippe rausgekickt (haha) und sich Christoph Daum, den ehemalige fast-Bundestrainer geholt. Ich habe Gott sei Dank keine Ahnung, ob das was für den Verein bringen wird, für die Region bestimmt. Christoph Daum hat auch gleich den Ball ins Feld gespielt und dem Spiegel als supa dupa Fußballfachmagazin ein Interview geben und folgendes gesagt:

Das sind Zukunftsvisionen, aber Visionen schaffen Fakten.

Es gibt Dinge von denen ich noch weniger Ahnung habe als Fußball und das ist unter anderem Gramatik. Da bin ich nicht alleine, wenn ich diesen Satz von Christoph Daum lese. Was heißt denn das? Kann mich da mal jemand auf den rechten Weg bringen? HallO? Visionen schaffen Fakten? Nun denn. Einfach mal alles lesen und zwar hier

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Das Internet ist voll davon. Aber wem sage ich das. Wenn ich für jedes Video, welches mir per Mail zugesandt wird, eine hervorragende französische Salami (für Fachleute: Saucisson sec) geschenkt bekommen hätte, würde ich noch in einigen Jahre darauf rumkauen. Nun denn. An dieser Stelle habe ich jedoch keine lustigen Filmchen zu bieten, sondern nur ein paar Screenshots, die aber auch lustig sind.

Ein wunderbares und mit vielen Pixeln versehenes Pausenbildchen von Digg.com. Da lief wohl was nicht.

digg fehlermeldung 404

digg fehlermeldung 404

Sehr schön. Ich warte noch auf das Little Computer People, welches im ADAC Auto angekommt und den Karren aus dem Dreck zieht. Weiter gehts:

Die große Zeitung (vom Zeitungsformat – vom Inhalt bleibt dem Leser überlassen) aus Berlin mit nur VIER Buchstaben präsentiert diese Grafik:

Statistik der B - I - L - D

Statistik der B - I - L - D

Wie kommen die Leute diese Zeitung oder Online Redaktion eigentlich auf den Namen der Dame “Loewig”, wenn genau “NULL” Prozent die Frau genannt haben? Hä? Oder war es Cosma Shia Hagen, Angela Merkel oder Mutter Beimer? Verstehe ich nicht, aber das macht auch nichts, ich habe auch mit Prozentrechnung nichts am Hut! Prozentual gesehen. Gut, dass sie die ganze Verantwortung auch an die Frau im Spiegel abschieben. Und gerade Frauen, sagte mir mein chauvinistisches Alter EGO, haben ja erst recht nichts mit Prozentrechnung am Hut.

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Hallo! Könnt ihr mal aufhören fortwährend die falschen Lottozahlen über den Sender zu jagen?!

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