Archive for the ‘Guntah Hamburg’ Category

Wenn die Götter es nett mit einem meinen, dann bieten sie am Samstagabend eine Veranstaltung an, die sowohl beim Eintrittsgeld (3,- Euro oder 6 Maark) als auch beim Entertainment Faktor ganz weit oben sind. So war es am Samstag als Schlagsaite, der Wilhelmsburger Dandy und Liedermacher einen Auftritt in der exzellenten Lokation Stellwerk im Harburger Bahnhof hatte. Ich also rein in den Bus und dann in die S-Bahn und schon war man da. Prima, dass das Bier 2,50 kostet. Aber ich kann mir hier die Hände wund schreiben, einen so tolle Reportage wie bei der Wilhelm-ine bekomme ich in tausend Jahren nicht hin.
Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Herr Schlagsaite richtig gute Lieder zum besten gibt. Ich mag seine melancholische Art und Weise, die er in launische Titel wie “”Auch Masshalten muss im Rahmen bleiben” oder “Antiheld” sind irgendwie die Hymnen des kleinen Mannes mit noch weniger Geld, jedoch mit einem Füllhorn voller Ironie und “dem Lachen auch wenn es weh tut” Faktor. Ich finde Schlagsaite super und werde sicherlich zu folgendem Termin erscheinen:

Donnerstag, 03. November: R. J. Schlagseite live in der Deichdiele (Veringstrasse, W.-Burg). Einlass: 09:30h. Beginn: 20:00h.

Ach so. Ein paar Bilder habe ich auch geknipst!

Schlagsaite-nicht-im-bild

Da war er noch nicht da!

Schlagsaite-Stellwerk

Da ging es fast schon los!

Schlagsaite-Wilhelmsburg

Ich finde Schlagsaite (toll! Ich Doofie. Er heißt natürlich R.J. Schlagseite!)  ist sowas wie der große Bruder von dem Jungen mit der Gitarre, falls den noch jemand kennt. Ich will meer sehn und so.

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Schon gilt der Spruch: „Gehe nicht in die Küche, wenn du die Hitze nicht verträgst!“ und diese Aussage hat gerade bei den Konspirativen Küchenkonzerten ein überwältigende Geltung. Da hat sich doch der Guntah gefreut, als er die Gelegenheit bekam bei einer Aufzeichnung dabei zu sein. Ich war schon einmal dort als sie noch nicht beim ZDF im Programm waren und das war schon ein gelungener Abend. Am Montag, den 22.08. war es dann soweit, ich musste nur eine Straße runter laufen und einmal rechts und einmal links abbiegen. Dann war ich da bei den Konspirativen Küchenkonzerten.

Konspirative Küchenkonzerte - Vor der Sendung mit Kulturprominenz

Konspirative Küchenkonzerte - Vor der Sendung mit Kulturprominenz

 

Obwohl sie mit vielen Sachen richtig verschwenderisch umgehen. Kunst und Kultur und Musik. Essen sowieso, gibt es immer nur ein paar Karten für eine Vorstellung. Ich hatte also eine und konnte teilnehmen. Zwar war die Dame am Eingang nicht gebrieft worden oder vielmehr war mein Namen nicht auf der Gästeliste, aber da ich ja ein Ticket hatte, war ich mit von der Partie. Lustig fand ich ihre Frage woher ich denn käme. „Von dahinten“ sagte ich und deutete in Richtung Veringstraße. Es waren an diesem Abend wohl einige Leute unter den Gästen, die woher kamen und daher war ihre Frage nicht ganz unberechtigt. Nächstes Mal sagte ich einfach, dass ich vom Guide Michelin komme, obwohl die ja eigentlich auch nicht sagen, woher sie kommen. Nun denn.

Konspirative Küchenkonzerte - Der Getränke Bus

Konspirative Küchenkonzerte - Der Getränke Bus

Es gab ein kerniges Bier aus Hamburg und auch Brause aus Hamburg aus einem alten Schulbus, der ein wenig dem Model von Otto Mann (Simpson) ähnelte. Freundliche Menschen bedienten die Gäste und wer sich in der Hamburger Kunstszene auskennt, konnte schnell ein paar vertraute Gesichter erkennen. Beim Warten auf den Beginn der Konspirativen Küchenkonzerte schaute ich mir die illustere Schar an Besuchern an. Viele gutgelaunte Menschen, die viel zu tun hatten. Nicht umsonst herrschte eine hohe Smartphone Dichte.

Dann ging es endlich los und wir wurden in die Küche von  Marco Antonio Reyes Loredo (im Folgenden kurz: Marco – Er möge es mir verzeihen) und seiner Mannschaft gelassen. Enno – eigentlich der stumme Servierer – hielt einigen einführende Worte zu der Veranstaltung des heutigen Abends. Es gab den Kunstprofessor Tobias Rehberger und den Hamburger Musiker Andreas Dorau. Schon vorab: Ein phantastischer heißer Abend auf Bierbänken bei exzellenter Musik von schweißnassen Musikern.

Beim Warten auf den Beginn der Sendung merkte man schnell, dass der Besuch an diesem Abend eine exzellente Herausforderung für das Deo unter den Armen war. Ohne, dass auch nur ein Zutat in den Kochtopf geworfen oder ein Interview geführt wurde, war die gefühlte Temperatur des Publikums bei 50 Grad.

Konspirative Küchenkonzerte - Der Getränke Bus

Konspirative Küchenkonzerte - Der Getränke Bus

Der Abend begann seine Fahrt aufzunehmen mit der exzellenten Performance von Andreas Dorau und seiner Band. (Exzellente Perfomance, wollte ich schon immer einmal schreiben). Es folgte das Küchentischgespräch mit Tobias Rehberger über sein künstlerisches Wirken oder besser Denken in der Küche des Gastgebers. Falls es noch ein paar wenige da draußen gibt, die es nicht wissen: Die Konspirativen Küchenkonzerte finden in der Wohnung von   Marco statt. Also war diese Wohnung von Tobias Rehberger umgewandelt worden in eine Installation mit viel weißer Pappe und bunten Tapebändern, die in Streifen hier und da klebten. Lustig war, dass hinter Andreas Dorau ein Spiegel auf diese Art und Weise verkünstlicht würde und der Musiker zur Kontrolle seiner Frise die Pappe anhob. Sehr zu Belustigung des Publikums.

Marco und der Professor unterhielten sich über dies und das. Das kann ich alles hier gar nicht wiedergeben und will es auch gar nicht, schließlich läuft die Sendung am 23. September um 22 Uhr auf ZDF.kultur. Ich muss andauert an Dieter Thomas Heck denken. Hier ist Berlin. Hier ist das ZDF. Nun denn, vielleicht sollte Marco sowas auch mal machen. Hier ist Wilhelmsburg. Hier ist ZDF.Kultur.

Ich kann nur sagen, dass es sich wieder einmal gelohnt hat bei den phantastischen Gastgebern von den Konspirativen Küchenkonzerten vorbeizuschauen. Ist zwar nur um die Ecke – aber eine Welt entfernt.

Wer jetzt sich alle Sendungen reinziehen möchte, der kann dies unter dieser Sendeabfolge machen. Und auch wenn es öde klingt. Mit GEZ bezahlt. (Ich auch!)

Freitag, 26. August, 22.00 Uhr:
Mit Christoph Faulhaber & Kreisky

Freitag, 2. September, 22.00 Uhr:
Mit Armin Chodzinski & Superpunk

Freitag, 9. September, 22.00 Uhr:
Simon Hehemann und Stefan Vogel & Ensemble Resonanz

Freitag, 23. September, 22.00 Uhr:
mit Tobias Rehberger & Andreas Dorau

 

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Der eine oder andere wird es wissen, dass ich nicht so ein großer Fan des Kinos bin. Die Säale und die Sitzreihen sind nicht meine Welt. Es geht mir gegen den Strich in einem Saal ein paar Stunden, im schlimmsten Fall, der sich Thin Red Line (Der schmale Grad) nannte, zu sitzen und zu glotzen. Zwar sind die Sessel angenehm und auch Pop-Korn und Cola mag ich schon. Aber im großen und ganzen bin ich kein Mensch, der die Kinosäale dieser Republik stürmt. Seid froh! So habt ihr mehr Platz.

Ich mag es einfach mal aufzustehen und eine Zigarette zu rauchen. Das kann ich natürlich nicht in einem normalen Kino. Das könnte nämlich für eine gewisse Art von Protest bei einigen Besuchern des Kinos sorgen und im schlimmsten Fall löse ich dann noch die Sprinkleranlage aus. Dann haben wir denn Salat. Alles nass und ich muss noch für die Cineasten bezahlen…

Da bin doch immer sehr erfreut, wenn sich Gelegenheiten bieten, großartige Kinofilme oder gar Klassiker der Filmgeschichte in einem Open-Air bzw. Freiluftkino zu sehen. Ich schreie zwar nicht “Hurra” aber ich habe wohl Bock darauf, da mal hinzugehen. Das habe ich auch gemacht.

In Wilhelmsburg gab es bis zum Ende der 80er Jahre (glaube ich) ein richtiges Kino. Die “Rialto Lichtspiele”. Heute ist nur noch die einsturzgesicherte Fassade erhalten. Drinnen gibt es höchstens noch Mäuse- und Rattenkino.

 

Rialto Lichtspiele Wilhelmsburg

Rialto Lichtspiele in Hamburg Wilhelmsburg

Aber seid einigen Jahren, um genauer zu sein, seit 10 Jahren gibt es in Wilhelmsburg ein paar Kinofreunde, die auch an Menschen wie mich denken. Sie haben sich in einem Verein organisiert, der sich Insel Lichtspiele e.V. nennt. Hier werden Filme im Freien gezeigt. In den letzten Jahren war das Kino im Spreehafen und an vielen schönen Orten der Elbinsel unterwegs, so dass der Besucher nicht nur eine super Film bekam, sondern auch einen Aufführungsort, der nicht alltäglich ist. Fast so wie der “Jederman”, der in der Speicherstadt oder in Salzburg aufgeführt wird. Die Filme und die Leinwand an einem Ort, der vielleicht sogar einmal im Mittelpunkt der Handlung des Filmes stand. Grandios.

2011 finden die Insellichtspiele in Wilhelmsburg beim FC Porto statt. Richtig geraten, es ist auf dem Gelände eines portugiesischen Fußballvereines auf der Elbinsel. Das bedeutet: Das Kino ist um die Ecke und die Aufführung findet im Freien statt. Auch bei schlechtem Wetter oder vielmehr auch bei Regen. Den gab es. Jedoch war er nicht so schlimm, als dass der Kinogenuss abgesoffen wäre.

Die Insellichtspiele in Wilhelmsburg

Die Insellichtspiele in Wilhelmsburg

Wie man auf dem Foto so grade erkennen kann, werden die Filme aus dem Anhänger gezeigt. Ein Hauch von Pioneertum in Sachen mobiles Kino machte sich so breit. Am besten war an diesem Auftaktabend sicherlich, dass der Filmmusiker  und Diplom Chemiker Werner Loll mittels eines elektrischen Klaviers die Musikbegleitung übernommen hat. Der erste Abend am Donnerstag den 18. August 2011 stand ganz im Zeichen von Stummfilmklassikern. Die zeichneten sich dadurch aus, dass sie kurz war, aber auf keinen Fall kurzweilig. Die großen Stars jener Zeit: Charlie Chaplin und Buster Keaton waren zu sehen. Aber auch japanische Filme mit einem ersten Hauch von Farbe in den Filmen. Nachkoloriert wahrscheinlich. An diesem ersten Abend haben wir bei preiswertem Bier und Pommes unter anderem die Filme “Der Einwander” und “Out West” gesehen. Faszinierend ist ohne Zweifel, dass die “Filmmusik” von Werner Loll eine Interpretation von ihm war. Oftmals sind die originalen Partituren verloren gegangen. Ebenfalls neu für mich war, dass die Filme eigentlich nur mit 16 Bildern pro Minute gemacht worden sind. Schließlich musste in der Anfangszeit des Kino des Filmvorführer noch ordentlich kurbeln, damit die Bilder laufen lernen. Heute werden die Filme mittels Maschine abgespielt und so kommt es zu den witzigen Szenen mit Slapstick Charakter, weil das Laufen der Protangonisten schnell clownesk wirkt.

Werner Loll bei den Wilhelmsburger Insellichtspielen 2011

Werner Loll bei den Wilhelmsburger Insellichtspielen 2011

Am Freitag stand dann ein unvergesslicher Klassiker und vielleicht auch einer der allergrößte Filme der Welt auf dem Programm. “Panzerkreuzer Potemkin” auf dem Spielplan. Es wurde wieder ein spannender Abend bei Zigaretten, Bier und Rotwein im Freien. Der Film – auch wieder exzellent begleitet von Werner Loll, ist sehr sehenswert. Der Aufstand der Matrosen des Panzerkreuzers gegen die “Mächtigen” oder vielmehr die Führungselite auf dem Mikrokosmos Panzerkreuzer war schon sehr stellvertretend für Rebellion und Aufstände im zaritischen Russland. Der Film selbst hat viele, viele Kontroversen ausgelöst. Propagandha Film oder nicht. Mir ist es egal. Eine Schlüsselszene ist für meinen Geschmack als der Schiffsarzt sich das mit Maden durchsetzte Fleisch für die Matrosen anssieht und sagt, dass es keine Maden wären, sondern nur ein wenig Dreck oder so. Von Filmschnitt und so habe ich leider zu wenig Ahnung, sodass ich nicht beurteilen kann, wie wichtig dieser Film für die Entwicklung des Genres war. Aber es war sehenswert und das reicht mir völlig.

Wer möchte kann noch bis zum 28. August auf die Elbinsel nach Wilhelmsburg kommen und jeden Abend ab 21.30 Uhr im Freien bei kühlen Getränken weitere spannende Filme sehen. Eine Übersicht gibt es an dieser Stelle.

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Wenn man auf der Elbinsel wohnt, da lernt man schon so einiges. Es gibt vor allem viel zu entdecken. Gerade in solchen Bezirken. Immer gut ist natürlich, wenn der Spazierende durch und über die Elbinsel ein paar gute Songs dabei hat.

  • I’m your Pusher von ICE – T.
  • F**k da Police – NWA
  • Message in a Bottle – The Police
  • Hamburger Veermaster in der Variante von Hannes Wader
  • Break on through – The Doors
  • Wir sind viele – Tocotronic
  • Aber anderseits – Die Sterne
  • Rome wasn’t built on a day – The Jeremy Day
  • Theme form Bob the Builder (Bob der Baumeister) “Ja! Wir schaffen das!”
  • In einer Sternennacht am Hafen von Hans Albers

 

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Die Hamburg Wahl ist gelaufen. Ich hoffe ihr habt Euch mit den Ergebnissen angefreundet oder nicht. Ja. Es ist schon irgendwie spannend in einem Stadtteil zu leben, in dem die CDU es gerade mal an die 10 % bringt. Da habe ich schon an anderen Orten gelebt, bei denen die CDU den Gläubigen wärmsten im Sonntagsgottesdienst an das Herz gelegt worden ist. Vielleicht mal eine Anregung. Nun denn,  jedenfalls gab es auch hier die Wahlplakate, die anscheinend jedes Wahlvolk verdient. Auch hier ein Tipp: Vielleicht mal was Neues machen. Wegen Plakaten mit parteiübergreifenden Schlag- und Einschlafworten geht keiner mehr zur Wahl. Es werden sogar weniger.
Am besten hat mir nun folgendes Wahlplakat gefallen!

Wahlplakat GAL Hamburg Wahl 2011

Wahlplakat GAL Hamburg Wahl 2011

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… sich sehr streckte, um genau hinzuschauen. Ja, was ist da wohl passiert? Mmmmh?

Katze Frieda guckt

Katze Frieda guckt

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Während ich so darüber nachdenken, was der Tag so bringen mag, passieren immer wieder Dinge, die einen Menschen davon ablenken sich um “Bruder Innerlich” zu kümmern. Ganz genauso ist es mir ergangen. Ich dachte die kleine Katze Frieda könnte mal wieder ein wenig Aufmunterung und Spannung und Spielchen vertragen. Da aber eine Katze nicht so wirklich gerne Kinderüberraschungseier mag, bedarf es da schon lieber zielgruppenaffine Incentives für das kleine putzige Mädchen. Nun denn – Gott sei Dank – gibt es Bonuspunkte und so konnte sich Frieda heute über ein Spielzeug freuen. Vorhang auf! Sogar als Video und in Farbe!

Doch damit nicht genug. Es gibt auch immer wieder Begnungen mit weiteren Tieren oder solche, die es sein möchten. Gerade die urbane Biologie hält immer wieder Überraschungen der Extraklasse bereit.
An dieser Stelle möchte ich den gemeinen “Zigarrettenigel” (lat. ericius fumare) vorstellen. Dieses Tierchen ist durch mühsames “Zusammengesammele” einiger menschlicher Wesen zum Leben befördert worden. Während die Menschenkinder mittels des Konsumes von Rauchwaren ihre Gesundheit auf vielerlei Arten ruinieren. Niktion halt und bei Wind und Wetter auf dem Balkon stehen, erfreut sich der Zigarrettenigel seines Lebens bis zum legendären Frühjahresputz darauf still und in Ruhe zu verharren. Er liebt die Natur, denn schließlich ist er ein Teil von ihr.

Hier ein unscharfes Foto zu nachtschlafender Zeit.

Der Zigarrettenigel in freier Wildbahn

Der Zigarrettenigel in freier Wildbahn

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Der Teil des Studio Brauns, der mir eigentlich schon immer am sympathischten war, ist der Herr Schamoni. Ich konnte ihn mal in der Provinz während einer Lesung erleben und ich muss noch heute den Hut vor ihm ziehen, als er sein Backstage Bier mit den Besuchern teilte. Jetzt wohne ich in der gleichen Stadt, vielleicht auf der falsche Seite der Elbe, wenn ich seinem Mitstreiter Strunk glauben würde und lese solche netten Zeilen in einem Interview in der TAZ:

Wegen der fehlenden Möglichkeiten auf dem Land, dem Mangel an Flexibiliät?

Das Land hat schon etwas Totes – auch was schönes Totes an sich, aber speziell im Norden ist das Landleben in den letzten 20 Jahren fast gänzlich weggestorben. In den 70er Jahren gab es noch Hippie-Kommunen und schrottige Theken, wo sich irgendwelche Freaks getroffen haben. Das gibts alles nicht mehr. Die Gasthöfe bei mir aus der Gegend sind zu 80 Prozent geschlossen worden, da leben jetzt irgendwelche Arztehepaare aus Hamburg drin. Die meisten Leute sitzen zu Hause und gucken Fernsehen oder sind im Internet.

Wahre Worte – soweit diese für mich Gültigkeit besitzen. Ich mochte früher mal das Land, die landschaftliche Weite und auch den Korn zwischendurch. Heute mag ich nur noch die Erinnerung daran. Heute fahre ich auf dem Hinweg über die Elbe und vorbei an solchen Dingen wie die Elbphilharmonie oder das SPIEGEL Gebäude. Auf dem Rückweg komme ich da auch vorbei, sehe aber in die Augen von Menschen, die schon lange keine Träume oder nur noch den Hauch von Erinnerungen haben. Das mag ich an der Großstadt. Hier steht nichts still – ganz im Gegenteil. Es ist laut. Die Grillen sind plattgetreten – dafür gibt es zwei Straßen weiter eine Kneipe, die auch am Dienstag auf und ein paar nette Leutchen zu bieten hat. Es gibt einen Schlachter um die Ecke, der famose Empfehlungen zum Thema Rindfleisch bietet und gegenüber, da ist ein Fischladen, in dem die Remoulade selbst gemacht wird und der Bremer auch. Der ganze Gaumenspaß ist preiswert. Ein Vorteil auf der falsche Seite der Elbe zu wohnen. Ein großer in der manchmal doch recht kleingeistigen großen Stadt.

Ein netter Blick von meinem Balkon!

Hamburg Wilhelmsburg Fährstrasse

Hamburg Wilhelmsburg Fährstrasse

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Ich gebe ja zu: Ich esse gerne. Derbe Sachen wie stundenlang gegrillte Schweine oder ein paar lockere Bratwürstchen auf den Grill geworfen. Aber nicht nur sommerliche Kalorienbomben vom Grill haben es mir angetan, sondern auch eine ganze Reihe von Gemüseleckereien.

Mittlerweile bin ich sogar schon so weit, dass ich mir das Gemüse bei einem Biohof kaufe und fein nach Hause liefern lassen. So mache ich mich auf, gerade in letzter Zeit,  Dinge wie Mairübchen, Petersilienwurzeln oder ähnliches zu verspeisen. Das macht Spaß und  auf den Tisch kommt nicht nur Fleisch und Sättigungsbeilage, sondern auch ein bisschen was für den Zusammenhalt von Körper und Seele. Man könnte fast meinen, ich lebe manchmal wie Gott in Frankreich. Ja, die Franzosen konnten früher mal Fußball spielen und eigentlich heute noch immer was Gutes in die Pfannen und Töpfe zaubern. Allerdings scheint es mit der Liebe zu gutem Essen auch ein wenig zu weit zu gehen, wie sonst soll ich mir diese Überschrift erklären:

Frankreich

Mann aß Lunge eines Mithäftlings: 50 Jahre Gefängnis

(Abendblatt: Hier der ganze unappetitliche Rest)

Nun ja. Die spinnen die Franzosen aber anscheinend hat er es ja irgendwie im Namen der  Liebe gemacht. Er wollte gerne beachtet werden. Davon haben wir jedoch in unseren heimischen Gefilden auch eine ganze Menge. Damit nicht immer einzelne Namen genannt werden müssen, existiert der Verallgemeinerungsbegriff: Politiker und gerade einer davon hat es mir in der letzten Zeit doch irgendwie angetan. Erst labbert er, als ob er für Thilo Sarrazin die Reden schreibt und dann geht dem RA aus Bonn auch noch sein Lieblingsthema “Steuersenkung” flöten.

Der Guido, der wahrscheinlich gerade sein eben noch eingemottetes Guidomobil wieder fit macht, um den Gaza Streifen mit einer Lebensmittellieferung zu beglücken, den meine ich. Seine Partei oder vielmehr das, was er von ihr übergelassen hat, gehen so langsam die Wähler aus. Kein Wunder, Guido! möchte ich ihm da zurufen. Schließlich sollten großen Worten auch die entsprechenden Taten folgen. Gerne zitiere ich an dieser Stelle Rio Reiser: Ich höre große Worte, aber ich weiß da ist eine Bombe in der Torte. Ja. Guido. Das schöne ist doch, dass die nächste Wahl dich weg von der Macht führen wird. Wenn dich deine Partei nicht schon früher absägt. Letztens hörte ich eine Song, der schon vor Jahren geschrieben worden ist, aber in der Tradition von Nostradamos schon dein Ende vorwegnahm. Es ist kein anderer Song als “Was hat dich bloß so ruiniert?” von den Sternen. Ja, Frank Spilker ahnte das liberale Unheil schon, als wir noch dachten, dass der Schröder Gerd ein SPD Mann ist. Danke Frank!

Übrigens: Gibt es eine Möglichkeit die Einreise von Dirk Niebel auch bei uns zu verhindern?

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Liebe Freunde. Nimmt Euch mal eine Auszeit. Werdet locker und schaut der Katze kleinen Katze Frieda zu!

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