Archive for the ‘Bilderspaziergang’ Category

Schon Reinhard Mey besang die Automarke, die während der letzten Weltwirtschaftkrise in die Hände der Amerikaner gefallen war. Sein ziemlich traurig schöner Song 51er Kapitän kam mir sofort in den Sinn als ich das hier sah:

Opel Kapitän

Opel Kapitän

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Eine Meldung, die mich richtig aufgeschreckt hat:

24 000 Liter Gülle fluten Vorgarten

UNFALL Lastzug verliert durch Materialschaden Güllesubstrat – Anwohner hören lauten Knall

(Quelle: NWZ-Online)

Schön weder einen Garten noch ein Gülle Freibad sein Eigen zu nennen.

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Manche Dinge sind richtig derbe scheiße öde. So zum Bespiel diese bekloppten Liegefahrräder. Dieses Strandgut des sozialpädagogischen Alt 68er Ökoterrorismus geht mir jedes mal auf die Nüsse, wenn ich so eines sehe. Außerdem sind die Dinger auch noch sündhaft teuer und seien wir mal ehrlich: Fahrradfahren in Augenhöhe mit Hunden, Kleinwüchsigen und -kindern kann doch nicht wirklich ein Erlebnis sein!

Hier ein schlechtes Bild:

urbane ödniss

urbane ödniss

Passend zum schlechten Gegenstand!  9/10 Urbaner Ödnisspunkte

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Einen Traum, den ich hatte: Oldtimer befahren deutsche oder gar weltweit die Autobahnen. Sprit ist viel zu teuer als dass sich eine Tankfüllung noch lohnt, um damit nur zur Arbeit zu fahren. Nein, eine Tankfüllung ist zum Hobby geworden. Das Auto, vorzugsweise ein Oldtimer, wird nur noch aus der Garage geholt, um sonntags mit Kind und Kegel raus ins Grüns zum Picknick zu fahren. Tankfüllungen werden von notwendigen Übel zum absoluten Luxusgut. Dieses wird nur noch konsumiert, wenn es darum geht, Bräute zu Hochzeiten zu fahren. Eine interessante Welt. Hier mein nächstes Automobil für meine Autobahn der Zukunft.

Guntah - Autobahn der Zukunft

Oldtimer gehört die mobile Zukunft.

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Mir fehlt das Verständnis für die Besonderheit von Autos. Für mich sind es Transportmittel, die mich von “Hier” nach “Da” bringen. Ich habe es nie kapiert, warum sich meine Bekannten dafür erwärmen konnten, dass die “Karre geil” ist. Gerade die vielfache Liebe für ein Auto aus Niedersachsen ist mir völlig fremd. Es gibt allerdings eine Ausnahme und die heißt “Oldtimer”. Das Design gefällt mir. Ich mag diese Autos, die etwas Persönliches haben. Schöne Formen und die Liebe, die viele Besitzer dieser Wagen investieren, kann der Betrachter leicht im Lack erkennen. Es glänzt einfach. Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir, hatte mal einen ziemlich alten Volvo, den Typen kenne ich nicht, und er hat sich auch noch einen Plattenspieler für Single Vinyl Scheiben für sein “Baby” gekauft. Das fand ich großartig. Heute habe ich auch einen Volvo – allerdings ein anderes Modell gesehen und musste an diesen Gruß aus der Vergangenheit denken.

Volvo Oldtimer Schwarz - Guntah.de

Ich frage mich, ob es Angesichts der aktuellen Wirtschaftlage irgendwann nur noch solche Autos gibt. Einfach so angeschafft der Schönheit wegen und nicht um in erster Linie den Nachbarn zu beindrucken oder die “Schicksen” in der Dorfdisko. Nur so – weil es schön anzusehen ist. Ich kann es mir herrlich vorstellen mit einem solchen Wagen zum Picknick rauszufahren. Ein schönes Getränk, selbstgemachter Kuchen dazu ein batteriebetriebener Schallplattenspieler aus den 50er Jahren und gut riechenden Gras. Das Ende des Tages wird durch ein Glas Wein, eine gute Zigarre und einen herrlichen Sonnenuntergang eingeläutet. Ein schöner Gedanke.

Oldtimer Volvo Typ unbekannt

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Trends kommen – Trends gehen. Wie Jahreszeiten oder Freundschaften. Vorbei. Vorhang auf für Neues. Während viele, viele Menschen in Hamburg denken, dass der Sprung über die Elbe in Richtung Süden in nächsten Jahren gelingen wird. Schließlich möchte die Stadt sich schön zeigen, wenn die Internationale Bauausstellung im Jahr 2013 die Augen der Öffentlichkeit auf Hamburg richtet. Ausgesucht haben sich die Planer Wilhelmsburg – Ein Viertel bei dem vor ein paar Jahren noch die Polizeistation von randalierenden Jugendlichen auseinandergenommen wurde. Dieses Problemviertel soll aufgehübscht werden. Renovieren und das volle Programm, der teilweise nicht mehr vorhandenen Wohnungsbauförderung. Schön wetzen die Immobilien Menschen aus Hamburg und Deutschland die Messer, um sich die Filetstücke zu sichern und in Eigentumswohnungen zu verwandeln. Natürlich werden die Mieten dann steigen, es werden Trendmenschen in das Trendviertel ziehen und ausziehen werden all diejenigen, denen das Amt die Miete nicht mehr zahlt. Billstedt freut sich schon. Sowas funktioniert immer und natürlich reibungslos. Schanze lässt grüßen. Doch einiges wird wohl auf der Strecke bleiben. Wie die “Rialto Lichtspiele”, die schon jetzt nur noch eine Erinnerungen an ehemalige Bewohner des Reiherstiegviertels in Wilhelmsburg sind. Die Tore geschlossen, die Fenster und Türen verriegelt. Der Vorhang für Immer gefallen.

Rialto Lichtspiele in Hamburg Wilhelmsburg

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Hamburg hat mehr Brücken als Vendig und hat sich eigentlich schon mal jemand gefragt, ob es auch mehr Kanäle hat? Da ich keine Lust habe das zu zählen, würde ich mich freuen, wenn einer da draußen diese Frage beantworten könnte. Letztens war ich unterwegs und habe ein Restaurant in der Beta-Phase gefunden. Die Maurer Schiffsbauer waren noch da. Denn dieses Speiselokal (Beta) befindet sich in einem der zahllosen Kanäle Hamburgs. Es sieht ein wenig futuristisch aus, wie es da so im Wasser liegt und darauf wartet eröffnet zu werden. Die Innneneinrichtung ist noch lange nicht fertig und als ich ein paar Tage später wieder daran vorbei kam, wurden die Fenster geputzt. Ich finde es sehr lustig, dass die Menschen jetzt auf das Wasser ausweichen. Vielleicht sollte ich mir auch einen netten Platz suchen und wie Gunter Gabriel aufs Nass ziehen? Ein Hausboot hat immer so etwas von Endlichkeit. Wie lange bin ich hier? Sollte ich weg? Sollte ich die Segel streichen? In See stechen? Genug der Gedanken! Vorhang auf für das Foto:

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Eine schöne Stadt wie Hamburg, die sich immerhin rühmt den acht größten Hafen der Welt zu haben, bietet einen ganzen Blumenstrauß an unterschiedlichen Sozio-Biotopen. Da sind die noblen Ecken der Stadt. Mit Geschäften, deren Monatsmieten mit ziemlicher Sicherheit mein Jahreseinkommen ums Vielfache übersteigen. Aber da sind auch die verranzten Viertel einer Stadt, in denen Siege der Nationalmannschaften mit einem Autokorso gefeiert werden. So wie gestern als die Portugiesen aus meinem “Kiez” mit ganzen zwei Wagen huppend und fahnenschwingend die kleine Hauptstraße rauf und runter fuhren. Ganz abgesehen davon, dass sie dabei von den Türken aus meinem Viertel missmutig beäugt wurden. Ich freue mich jetzt schon auf einen Sieg der türkischen Nationalmannschaft. Einfach nur, um zu sehen, was dann hier los sein wird. Bei mir um die Ecke beginnt gleich der Freihafen und des Öftern spaziere ich da herum und schaue mir an, wie die Hafenarbeiter ihr Tagwerk verrichten. Oder die Hunderten von Containern, die aufgetürmt in die Landschaft gestellt werden und einem einen plastischen Eindruck davon vermitteln, was Logistik und Güterumschlag bedeutet.

Hamburg meine Perle

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Manchmal, wenn ich unterwegs in dieser schönen Stadt bin, die auf den ersten Blick merkwürdig oder gar anrüchig wirken. So wie dieses Foto.

Auf nach Afrika!

Diese beiden LKWs treten ihre lange, lange Reise von Hamburg nach Afrika an. Ist es nicht ein Symbol dafür, dass wir unseren Schrott im wahrsten Sinne des Wortes auf Schiffe laden und dann in die Dritte Welt verschicken. Eine Feuerwehr und ein Transporter. Beide wahrscheinlich 70er Jahre Modelle, ich kenne  mich damit nicht aus, aber ich tippe mal darauf. Zusammengeschnürrt und dennoch irgendwie zum Sprung bereit. Ich frage mich, ob es vielleicht Entwicklungshilfe ist. Ob die Feuerwehr dann in diesem Land Feuer löscht. Was passiert wohl mit den beiden in Afrika?

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Hammerbrook ein Stadtteil, der durch zwei Dinge überzeugen kann. Die Süderstraße und die Bauweise der architektonisch abenteuerlichen Kombination zwischen Moderne, Post-Moderne und wie es sonst alles heißt. Ich war mal mit einem gewissen Herrn A. aus Harburg unterwegs und habe ein paar Photos geschossen.

Aber nicht nur Hammerbrook ist interessant. Auch der Elbstrand mit seinen exzellenten Grillmöglichkeiten. Leider sollen diese in Zukunft eingeschränkt werden. Schade! Aber was dann noch bleibt, wenn die letzte Kohle verglüht und das letzte Würstchen verspeist ist, das ist die Schönheit der Aussicht. Hier in diesem Bild festgehalten:

Der Hamburger Hafen vom Elbstrand aus.

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