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Die S-Bahn in Hamburg

Die S-Bahn in Hamburg ist doch immer wieder ein netter Ort für Begegnungen erster, zweiter und vor allem dritter Art. Aber auch viele andere lustige und nicht so lustige Dinge passieren da mal. Vor Jahren habe ich mal was darüber geschrieben:

Ein kleiner Provinzler zieht in die Stadt. Kann das gut gehen? Ja. Bisher schon. Ich muss mich natürlich an viele Dinge gewöhnen und zwar zum Beispiel ein öffentliches Verkehrssystem, das schon mal Menschen auf Poetry Slams zu literarischen Ergüssen anregt. Hier wird “Zurückgeblieben!”, wenn man nicht die Treppen innerhalb von olympischen Maßstäben erklimmt. Bei mir auf dem Land, da kannte man vielleicht mal gerade einen Bus aus der Schulzeit. Denn dieser hat einen morgens an den gottverlassenen Stellen meiner Heimat abgeholt. Eines ist allerdings gleich geblieben: Der Geruch von Menschen, die das Wasser meiden wie der Teufel die geweihte Variante. Außerdem muss man aus einer Vielzahl von verwirrenden Tarifen den passenden nehmen, damit man sich in dieser Stadt mobilisieren kann. Ich habe ein Tagesticket ab 9 Uhr für drei Kinder und einen Erwachsenen. Ich bin aber kinderlos, kann ich es trotzdem benutzen?

Aber kein Problem, man kann!

In der Bahn gibt es dann ein Ritual. Und zwar setzt man sich nicht auf die drei freien Plätze, wenn schon eine Person in der Vierer-Box Platz genommen hat. Es gibt allerdings Ausnahmen:

a) da sitzt jemand, den man schon immer mal näher betrachten wollte oder b) man ist Tourist.

Sind alle Plätze in einer Bahn mit einer Person besetzt, dann steht man lässig an der Tür. Hier ist aber Vorsicht geboten, denn sonst führt man bei allzu cooler Haltung schnell ein Gespräch mit dem Lokführer, sollte der Notrufknopf durch den Rücken oder den Rücksack betätigt worden sein. Letzteres kann durch lautes Hören eines handelsüblichen Mp3 Players vermieden werden.

Schaut man sich während der Fahrt dann die angebrachten Pläne an, ist dies ein exzellente Gelegenheit, um sich als Ortsunkundiger zu outen!

Beim Ausstieg empfehle ich das simple Mitschwimmen mit der Masse und einfach mal dorthin gehen, wo alle hin wollen. Nett gerade am Hauptbahnhof!

Jajaj. Der Blog auf dem es stand ist zurecht in Vergessenheit geraten. Aber trotzdem bleibt das S-Bahn fahren und anscheinend hat heute (oder gestern nacht) jemand Nasenbluten oder so was gehabt! ;)

Nasenbluten in der Hamburger S-Bahn?

Nasenbluten in der Hamburger S-Bahn?

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