Yigg.de – das Portal macht auch mal Pause. Wahrscheinlich manchmal öfter als dem Yigger lieb sein kann. Gut das Marvin und die Jungs und Mädels wenigstens ein nettes Bildchen da lassen!

Ich habe mir ein schönes Buch gekauft und lese es nun. Und ja es ist nicht Charlotte Roche “Feuchtgebiete” – nein – es ist John Niven “Kill your friends!” aus dem Heyne Verlag. Ein grandioses Feuerwerk mit einem unsympathischen Hauptakteur, der Drogen nimmt und – ich bin neidisch – bei einer Plattenfirma als A&R Manager arbeitet! Es ist so rasant wie eine Achterbahnfahrt mit 50 Bier intus. Da wird einem schon mal schlecht. Das Buch eignet sich für folgende Menschen:
Hier noch mal die Daten:
John Niven “Kill your friends!” Heyne Verlag. 

Auch in dieser Woche war die Menschheit nicht untätig, um zu beweisen, dass die Welt totaler Mist ist. Anfangen werde ich mit dem Menschenkind, dass sich überlegt hat mal seine Freundin mit der Wumme zu bedrohen. Die tollen Zeitungsmacher von der NOZ haben den Artikel schon in ihrem Archiv versenkt, sodass es keinen Link gibt.
Obwohl Weihnachten schon vorbei ist, haben im Süden der Republik ein paar Leutchen sich einiger hundert Karpfen illegal bemächtigt.
Diebe klauen 600 Karpfen aus Teich
Cadolzburg (ddp-bay). Unbekannte haben etwa 600 bis 700 Karpfen aus einem Fischteich im Landkreis Fürth gestohlen. (Quelle: Augusburger Allgemeine)
Die nun auf Jahre mit Fisch ausgestatteten Diebe werden wohl in Zukunft ihre Familien mit Karpenmenues mit vielerlei Variationen quälen.
In der Hauptstadt Berlin ist die BVG nicht in der Lage die Strafgebühren für das Schwarzfahren eintreiben. Das mag vielleicht für den einzelnen gut sein, aber insgesamt werden dann die Fahrpreise steigen.
Im Tagesspiegel Artikel von 8. April 08 heißt es dazu:
Im vergangenen Jahr habe das Landesunternehmen Fahrgästen, die ohne gültigen Fahrschein unterwegs waren, 12,7 Millionen Euro erhöhtes Beförderungsentgelt in Rechnung gestellt, schreibt das Blatt unter Berufung auf einen Bericht zum Sanierungsfortschritt der BVG, der am Montag im Aufsichtsrat des Unternehmens beraten wurde. Nur 4,1 Millionen Euro seien demnach bezahlt worden. 8,6 Millionen Euro mussten abgeschrieben werden, weil sich Schwarzfahrer meist als zahlungsunfähig erwiesen.
Wird wohl mal wieder Zeit für ein Sozialticket, das den Namen zu recht trägt.
Manche Menschen lieben ja Pilze. Schön früh in den Wald gehen und welche sammeln. Oder im Supermarkt welche für ein nette Gericht für die Lieben daheim kaufen. Es gibt da aber auch Pilze, die das Gehirn unter Beschuss nehmen. Im Osten Deutschlands hat ein junger Mann sich ein Süppchen gekocht, was nicht gerade für Gourmets geeignet war. Das Ende vom Lied war ein Krankenhausaufenthalt. Gefunden habe ich den “Pilzfreund” in der Lausitzer Rundschau vom 8. April 2008
Der junge Mann, der durch den Konsum der Droge «total ausgeflippt» sei, habe sich beim Zerschlagen mehrerer Scheiben im Aufgang des Hauses eine Arterie aufgeschnitten, informierte Polizei-Pressesprecherin Ines Filohn.
Im Harz ist zur gleichen Zeit eine Familientragödie passiert. Ein Ehepaar und seine vier Kinder haben anscheinend keinen anderen Ausweg aus ihrer Lebenssituation gewusst als Selbstmord zu begehen. Traurig aber wahr.
Nach dem Fund eines toten Elternpaares und seiner vier vergifteten Kinder in Westerhausen im Ostharz erhoffen sich die Ermittler heute nähere Hinweise auf den Ablauf und die Hintergründe des Familiendramas. Quelle: Lausitzer Rundschau.
Dann hat der wegen Betruges und Bestechung verurteilte Ex-Bürgermeister von Nordenhamm seinen Namen geändert um weiterhin Geschäfte zu machen. Tststststsstst.
Der wegen Bestechlichkeit und versuchter Erpressung verurteilte Nordenhamer Ex-Bürgermeister Georg Raffetseder hat offenbar seinen Namen geändert und arbeitet als selbstständiger Unternehmensberater in Vechta. Raffetseder soll nach Medienberichten wieder seinen Geburtsnamen Hellmann angenommen haben. Der ehemalige CDU-Politiker hatte bislang den Namen seiner ehemaligen Gattin getragen. Quelle: NWZ

Ich bin ein riesiger Fan von Newslettern. Da erfährt man oftmals Sachen, die man eigentlich gar nicht wissen wollte. Die Frankfurter Rundschau habe ich zum Beispiel ein halbes Jahr im Abo, weil ich mich irgendwo mal angemeldet habe!
Jetzt habe ich schöne Post bekommen. Ich frage mich, wo der Texter gelernt hat:
STARK wie ein Bär …
SCHNELL wie ein Gepard …
AUSDAUERND wie ein Steppenwolf …
Suchen Sie Möglichkeiten, Ihre sportlichen Leistungen weiter zu steigern?
Ich kenne die tierischen Vergleiche irgendwo her? Nur wo?

Was war das denn für eine Woche. Jemand trat zurück und ist trotzdem am Ruder. Die Bayern LB hat wie der Prinz in Kölle Karamellen bzw. Geld verballert. Und zu guter Letzt sind noch ein paar Bundis und Polizisten hübsch in den Urlaub gefahren. Aber nicht irgendwo hin, sondern direkt zu Gaddafi nach Libyen. Tststst. Aber der Reihe nach.
Der erste Grund warum die Welt totaler Mist ist, ist mit Sicherheit der Nachwuchs aus dem Ruhrpott, der in dieser Woche einer Polizistin das Nasenbein mit einem Schlag gebrochen hat. Früher hatte man Angst vor den Ruhrpottlern, weil sie den Norden mit einer Invasion aus Automobilen und schlechtem Deutsch überzogen oder weil sie Fußball spielen konnten. Doch heute, ja heute, muss man vor Ihnen Angst haben, weil sie schon als 13jährige sich mit der Polizei anlegen.
Mit einem gezielten Faustschlag hat ein 13- Jähriger in Witten an der Ruhr einer Polizistin das Nasenbein gebrochen. Quelle: SZ / DPA
Doch nicht nur Mord und Totschlag sorgt dafür, dass die Welt totaler Mist ist, sondern auch der Amtsschimmel. Dieser wieherte in bewährter Art und Weise und nun droht einem Pizzabäcker in Osnabrück Strafe, weil er kein Schild im Fenster hatte.
173,50 Euro soll Hans-Udo Agarius zahlen, weil er es versäumt hat, am Eingang seines Osnabrücker Pizzahauses auf das Rauchverbot im Innern hinzuweisen. Dabei war das Lokal schon rauchfrei, als in fast allen anderen Gaststätten noch gepafft wurde. Und ausgerechnet die Stadt hat dem Pizzahaus als erstem Lokal das Gütesiegel „familienfreundliches Restaurant“ verliehen. Quelle Neue OZ 03.04.2008.
Während sich der Amtsschimmel in Osnabrück mit solchen Dingen beschäftigt, hat die Polizei in Hamburg mit jemanden zu tun, der von der MOPO nur der “Frauenhasser” genannt wird. Der männliche Täter schlägt wahllos auf Frauen ein und man fragt sich da schon, ob er mit dem Klammerbeutel gepudert ist.
Er schlägt meist nachts oder im Morgengrauen zu, rast mit einem Rad an seine Opfer heran – und schlägt mit einem Fahrradschloss zu: Die Hamburger Polizei jagt einen “Frauenhasser”, der in sechs Wochen mindestens fünf Opfer heimtückisch attackiert hat. Quelle: MOPO 03.04.08
Das kleine niedliche Kaninchen nicht nur dazu taugen schöne Kuschel-Atmo zu verbreiten, sondern auch die Aggressivität von Menschen fördern, war für mich neu. Allerdings haben die netten Menschen in Süddeutschland mit diese Woche gezeigt, dass die kuscheligen Vierbeiner gerne mal ein Grund sind, eine Massenschlägerei auszulösen.
Sechs Leute schlagen sich um ein Kaninchen
Ingolstadt (AZ) – Im Streit um ein Kaninchen hat es in Ingolstadt eine wüste Keilerei auf offener Straße gegeben. Fünf Männer und eine Frau prügelten aufeinander ein.Quelle: Augusburger Allgemeine
Und das ist noch lange nicht das Ende der Mist-Fahnenstange. Sagt man doch manchmal: “Geh mal zu Arzt” oder “Der muss sich mal behandeln lassen!”, so scheint es für jemanden im hohen Norden in dieser Woche eher geheißen haben “Schick doch mal den Arzt zum Arzt” oder “Den Halbgöttern in Weiß eine Lektion erteilen!”. Denn wie sonst kann man sich eine solche Nachricht erklären…
Mit einer ein Kilo schweren Aluminiumstange hat am Freitag ein Patient auf drei Ärzte eines Wilhelmshavener Krankenhauses eingeschlagen. Der 47-jährige Täter war per Unterbringungsbeschluss in die geschlossene psychiatrische Abteilung des Krankenhauses eingeliefert worden. Quelle: NWZ
Spaß sieht anders aus. Aber dann waren ja da noch die Bundeswehrsoldaten und die Polizisten, die in ihrer Freizeit nach Libyen fahren und Polizisten und Sicherheitskräfte ausbilden. Hä? Reicht denen denn nicht die Verteidigung unserer Demokratie am Hindukush? Oder auf dem Balkan oder waren da nicht auch mal welche in Kambotscha? Aber wahrscheinlich liegt es alles nur an ihrer schlechten Bezahlung, denn es wäre ja nicht die ersten Deutschen, die ins Ausland gehen, um eine paar Moneten zu verdienen.
Gratulieren möchte ich an dieser Stelle natürlich dem Koch aus Hessen. Der CDUler ist nun doch Ministerpräsident obwohl er eben von diesem Amt zurückgetreten ist. Möglich macht dies ein Passus in der Verfassung von Hessen, was mal wieder zeigt, was Feudalismus Förderalismus bedeutet.
Dann war da ja noch die Bayern LB, die ordentlich Geld in Immobilien verbrannt hat. Jetzt weiß natürlich wieder niemand wie es kommen konnte. Aber das wundert doch eigentlich keinen. Interessant finde ich, was mit den Häuser aus dieser Immobilienpleite passiert: Abriß!

Erinnert Ihr Euch noch an die MAD? Die Hauspostille von Alfred E. Neumann. Ich weiß gar nicht, ob es sie noch bei uns gibt. Ich meine irgendein Fernsehsender hat sie mal gekauft und an die Wand gefahren. Nun gut. Jedenfalls hat der Felix mir einen Link geschickt und in der New York Times ist eine kleine feine Übersicht mit einer schönen Flash Animation der Faltseite. Ja, die Faltseite. Wie schön konnte man doch sein MAD Heft verunstalten, wenn man wie ein Blöder geknickt hat, um die Frage in der Ecke zu beantworten. Klingt jetzt alles sehr kompliziert aber schaut Euch mal die Seite an!
